Mein Bullet Journal im Juni

Lifestyle, Tipps / Empfehlungen

Plan with me! Ein Einblick in meinen selbstgestalteten Terminplaner.

Das Bullet Journal – ein Terminplaner zum selbst gestalten

Fangen wir nochmal von vorne an. Für alle, die noch nicht in der Welt des Notizbuches mit den kleinen Punkten angekommen sind. Ein Bullet Journal ist im Grunde genommen ein Terminplaner zum selbst gestalten. Statt vorgedruckten Tagen, Spalten, Übersichten und Notitzseiten ist ein Bullet Journal erstmal leer. Es warten nur viele kleine Punkte auf dich. Die Punkte sind eine Hilfestellung zum Linien bzw. Kästchen ziehen, eine Orientierung, damit man schön gerade schreiben kann.

Ich persönlich liebe das Bullet Journaling aus zwei Gründen. Erstens hat man (logischerweise) unglaublich viele Freiheiten beim Planen. Ich finde es schwierig, meinen Alltag in einen Kalender einzutragen, der immer gleich ist. Manchmal ist meine Woche voller, manchmal leerer. Manchmal helfen mir to do Listen, in einer anderen Zeit habe ich viele Termine. Dann bin ich im Urlaub und brauche vielleicht mal zwei Wochen gar keinen Kalender, oder ich will zwischen den Monaten Platz für etwas ganz anderes haben, Erinnerung-Seiten und Ziele-Listen zum Beispiel. Den Gestaltungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Wo wir auch schon beim zweiten Grund wären: mein Bullet Journal ist meine kreative Spielwiese. Auf den leeren Seiten des Planers ist genug Platz sich gestalterisch auszutoben, ohne das es zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Außerdem bin ich im Alltag fast immer am Laptop, da tut es mir einfach gut, eine Sache voll und ganz analog zu tun. Die Seiten zwischen den Fingern fühlen, mit dem Fineliner über das Papier fahren, schneiden, kleben, zeichnen, radieren… hach, das alles ist so wundervoll. Ich denke, egal wie toll der tollste digitale Kalender der Welt wäre, ich bleibe bei meinem analogen Notizbuch.

Die Opening Page

Jeder Monat beginnt mit einer sogenannten Opening Page, um die einzelnen Monate voneinander abzutrennen. Auf der Opening Page kannst du dich komplett austoben! Da hier außer dem Monat noch nicht sehr viel stehen muss, gibt es auf der Opening Page ganz viel Raum, Farben, Schriftarten und eine Stilrichtung für den Monat festzulegen. Denn das Design der Opening Page spiegelt sich im besten Fall auf allen Seiten des dazugehörigen Monats wider. Meine Opening Page ist dieses Mal sehr minimalistisch geworden. Das muss aber selbstverständlich gar nicht so sein. Manchmal klebe ich eine ganze Collage auf meine Opening Page, manchmal schreibe ich Zitate auf, ein anderes Mal pinsle ich etwas mit Wasserfarben.

Meine Inspiration für die Opening Page, und damit auch für das komplette Design des Monats, hole ich mir meistens auf Pinterest. Dort suche ich nach „Bullet Journal“, „Illustration“, „Letterings“ oder ähnlichem nach etwas, was mir gefällt. Kleiner Tipp an der Stelle: Ich bin natürlich auch mit meinen eigenen Pins auf Pinterest! Einfach hier vorbeischauen und hoffentlich inspiriert werden…

Das Monthly Spread

Klassischerweise kommt nach der Opening Page ein Monthy Spread, also eine Monatsübersicht. Für mich passt es allerdings momentan besser, nur zwei Wochen auf einmal zu planen. So hab ich mehr Platz für die einzelnen Tage und die Seite sieht nicht ganz so voll aus. Da ich (wie wahrscheinlich auch viele von euch) wegen Corona gerade eh von Tag zu Tag lebe und nicht viel auf lange Sicht plane, sind diese Seiten mein einziger Platz zum Eintragen von Terminen. In der oberen Ecke stehen noch die entsprechenden Kalenderwochen, das ist manchmal recht nützlich.

Das Weekly Spread

Mein Weekly Spread weicht gerade von allen Bullet Journal Standards ab. Statt hier eine Wochenübersicht zu skizzieren, arbeite ich momentan auf wöchentlicher Basis lieber mit to do Listen. Aber fangen wir mal von vorne an.

Oben links steht die aktuelle KW, darunter folgen meine Prioritäten für die Woche. Ich setze mir immer drei solcher Prioritäten oder Ziele. Die können ganz unterschiedlich sein und sich auch wiederholen. In letzter Zeit war eine der Prios oft „Wohnung einrichten“ oder „Uni Inhalte aufarbeiten“. Manchmal haben die Prios aber auch nichts mit Produktivität zu tun, sondern erinnern mich langsam zu machen, oder viel Zeit für die Familie freizuhalten.

Danach kommt ein ausführliches Tracking, hier notiere ich mir wie oft, bzw. wie lange ich in der Woche was gemacht habe. Mein tracking ist in zwei Teile aufgeteilt: Work und Wellbeing. Für Work, also Arbeit, teile ich mir meine 35-40 Stunden Woche passend in Uni, Werkstudentenjob, freiberufliche Tätigkeit und eigene Projekte (wie diesen Blog) ein und male dann jeden Tag entsprechend einen Teil des Kreises aus. Klingt jetzt vielleicht kompliziert und unnötig, aber ich will aktuell herausfinden, wie viel Zeit ich eigentlich mit bestimmten Tätigkeiten verbringe. Der Wellbeing Tracker markiert Aktivitäten, bei denen ich mir Zeit für mich nehme. Wie zum Beispiel meine Morgen Routine. Ich male immer dann einen Punkt, wenn ich die Aktivität an dem entsprechenden Wochentag gemacht habe. Aber bloß kein Druck hier! Ich schaffe nieee alle Aktivitäten an allen Tagen!

Am Ende der Seite folgt ein kurzer Affirmation-Reminder. Die Affirmation hab ich mir Anfang des Jahres gesetzt und es tut gut, die immer wieder zu verinnerlichen.

Auf der anderen Seite folgen dann to do Listen für die Uni, meinen Werkstudentenjob, den Haushalt, Platz für eigene Projekte und eine kleine Shopping List. Das erklärt sich wohl alles von selbst.

Memory Pages

Am Ende eines Monats folgen immer noch 4 Seiten Memory Pages. Dort will ich über den Monat schreiben, was so los war, wie es mir ging. Hier ist auch Platz Eintrittskarten oder das ein oder andere Foto einzukleben. Außerdem schreibe ich mir immer drei passende Worte zum Monat und den intensivsten Moment auf. Auch wenn mich diese Seiten manchmal nerven, weil man sich schon ein bisschen Zeit dafür nehmen muss, sind sie wirklich großartig, wenn man später durch das Journal blättert!

Einfach loslegen! Gestalte dein eigenes Bullet Journal

Also, worauf wartest du noch? Ich kann dir versprechen: Ein Bullet Journal zu führen ist eine wunderschöne Art den Alltag zu planen, zu strukturieren und sich zu organisieren. Außerdem brauchst du gar nicht viel zum Anfangen. Ein Kugelschreiber mit dem du gerne schreibst, ein solider schwarzer Fineliner (Ich benutze diesen hier für quasi ALLES) und ein schönes Journal (Ich kann die Journals von nuuna sehr empfehlen.) und schon kann losgehen! Inspiration findest du auf Pinterest, schönes Papier, Postkarten und anderen Bastelkram sammelt du einfach mit der Zeit an (Profitipp: Farbkarten aus dem Baumarkt sind ganz prima zum Gestalten und kosten nix!).


Ich hoffe ich konnte dich mit meinem Bullet Journal inspirieren! Schau gerne auch auf Instagram vorbei, dort habe ich ein ganzes Bullet Journal Highlight, in dem auch ältere Monate gespeichert sind.

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