Klopapier, Corona, Quarantäne

Meine Gedanken zur aktuellen Situation.

Meine Hände sind rau vom vielen Hände waschen, seit Freitag fahre ich nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich bin gegen Hamstern, aber letzte Woche hab ich dann doch etwas mehr eingekauft. Etwas mehr Haferflocken und gefrorenen Spinat und Tofu. Draußen scheint die Sonne, aber mir ist nicht nach rausgehen. Hab ich gerade nur einen Frosch im Hals oder bin ich erkältet?!

Irgendwie komische Stimmung, komische Situation. Von überall her prasseln die neusten Neuigkeiten zum Corona Virus auf einen ein, die Medien berichten nur noch darüber. Und trotzdem weiß man nicht genau, wie man sich verhalten soll. Es ist wie an diesen Tagen, an denen sich langsam sommerliche Temperaturen einstellen. Manche Menschen tragen noch Daunenjacken, andere schon Flip Flops. Keiner weiß so recht was Sache ist. Ich sehe Menschen auf Instagram die sich seit Freitag zuhause eingesperrt haben und andere, die sich heute eine Smoothie Bowl in einem Hipster Café teilen.

Meine Gemütslage fährt Achterbahn. In einem Moment vergesse ich die ganze Sache und sehe mir mit meiner Schwester auf Netflix eine schnulzige Teenie-Serie an, im anderen Moment erfahre ich, dass bereits eine Person aus meiner entfernten Verwandtschaft positiv getestet wurde. Und wenn ich nur daran denke, wie lange sich diese Situation noch so hinziehen wird/kann, dann wird mir ganz anders.

Ich möchte heute 5 Dinge mit dir teilen, die ich mir als Grundsätze festgelegt habe. Spoiler: Das ist jetzt nichts weltbewegendes. Und zweiter Spoiler: Ich bin keine Ärztin oder Pflegerin, soll heißen, meine Grundsätze bauen auf den Nachrichten und meinem gesunden Menschenverstand auf.

1 Keine Panik

Panik bringt nichts. Niemand braucht 4 Packungen Klopapier oder 3kg Nudeln (Versteh ich sowieso nicht, die haben doch kaum Nährwerte…) Lustigerweise habe ich vor ein paar Wochen einen Roman gelesen, der in einer Zeit der Apokalypse spielte. Das Verhalten mancher Menschen gerade eben kommt mir ähnlich vor. Das ist ein Virus mit Grippe-Symptomen, keine Seuche, die uns alle dahinraffen wird oder uns gar als Zombies wieder auferstehen lässt. Also: Ruhe bewahren.

2 Zuhause bleiben. (oder in die Natur)

Wenn wir also keine Panik haben sollen, warum dann überhaupt zuhause bleiben? Wir können uns das schlecht vorstellen, aber manchmal geht es eben mal nicht um uns selbst. Manchmal geht es um andere. Und zuhause bleiben sollten wir zum Wohl anderer. Denn es gibt Menschen, die alt sind, oder Vorerkrankungen haben und den Virus deshalb nicht ganz so leicht wegstecken werden, wie die kerngesunden jungen Hüpfer unter uns. Helfen wir also gemeinsam mit, dass der Virus sich nur langsam ausbreitet, Risikogruppen geschont werden und immer genügend Krankenhausbetten frei sind. Bleib zuhause! Wenn schon raus, dann in die Natur, an die frische Luft, aber bitte dort, wo sich nicht alle Welt tummelt.

3 Hilfe anbieten.

Risikogruppen und Leute in Quarantäne sollten kaum bzw. gar nicht das Haus verlassen. Da ist es doch nur sinnvoll als gesunder junger Mensch seine Hilfe anzubieten. Meine Oma zum Beispiel ist seit gestern vorsichtshalber in Quarantäne, weil sie zu einer positiv getesteten Person Kontakt hatte. Jetzt kann sie nicht mehr einkaufen gehen und zu allem Überfluss hat sie auch noch einen Hund, der zwei Mal am Tag raus muss. Wäre meine Mom nicht, was dann? Ich hab heute in meinen Hausflur einen Zettel gehängt. Meine Nachbarn können sich bei mir melden, wenn sie Hilfe brauchen. Denn gerade in so einer Zeit ist Solidarität besonders wichtig!

4 Es sich gemütlich machen

Zuhause bleiben ist irgendwie erstmal komisch finde ich, auf diesen neuen Alltag muss man sich erstmal einstellen. Es hilft, sich das ganze als gemütlichen Slow down vorzustellen. Einfach mal nicht so viel tun müssen, den ganzen Tag in gemütlichen Sachen verbringen und noch mehr Netflix schauen als sonst. Klingt doch gar nicht mal so schlecht oder? Außerdem gibt es da doch diese vielen Sachen, die man schon so lang mal machen wollte… Kleiderschrank ausmisten, ein Buch lesen, Kopfstand lernen und die Monstera umtopfen. Mach es dir gemütlich und beschäftige dich mit den schönen Dingen, die du daheim tun kannst.

5 Dankbar sein

Dankbarkeit ist meiner Meinung nach in fast jeder Situation das beste Mittel gegen schlechte Laune, Angst oder Verzweiflung. Gerade in einer solchen Krise sollten wir dankbar sein. Dafür, dass wir so privilegiert sind, uns informieren zu können. Dafür, dass wir in einem Land leben, in dem es auch trotz Pandemie nicht drunter und drüber geht. Dafür, dass wir ein Zuhause haben und liebe Menschen um uns herum. Und vor allem natürlich: Dafür das wir gesund und fit sind, dafür dass unsere Körper gegen Krankheiten wie diesen Virus ankämpfen können, denn das ist überhaupt nicht selbstverständlich. Sei dankbar. 

Das waren also erstmal meine 5 Grundsätze in dieser ungewohnten Situation. Ich hoffe die Anstöße helfen dir, besser damit umgehen zu können. Mal sehen, wie es weiter geht.

Nachdem ich jetzt auch viel Zeit habe, mich um meinen Blog zu kümmern, gibt es hier wahrscheinlich in nächster Zeit mehr zu lesen. Ich freue mich über alle, die hier immer vorbei schauen und meine Beiträge lesen, selbst wenn ich mal wieder nur meine Gedanken ordne.

 

 

 

 

 

 

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