Veganuary – wie man mit dem Veganismus beginnt

Es ist Veganuary! DIE Gelegenheit das mit dem Vegan-Sein einfach mal auszuprobieren. Denn schief gehen kann ja wohl nicht viel. Heute will ich ein paar Tipps mit dir teilen, die beim Einstieg in eine vegan Ernährung helfen können. Und ja, ich habe absichtlich dieses zuckersüße Ferkel Bild ausgewählt. (Photo by Kameron Kincade on Unsplash)

Veganuary?

Genauso wie auch der „No-Shave-November“ ist der Veganuary eine Art Themen-Monat. Und das Thema ist (ich denke du kannst es dir schon denken): Veganismus. Ich ernähre mich mittlerweile seit fast zwei Jahren zu 90% pflanzlich. Hier und da mache ich Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen landet kaum noch Tierisches auf meinem Teller. Und hiermit will ich dich ermutigen, das im Januar auch mal auszuprobieren. Denn was hast du zu verlieren? Genau, nichts.

Einsteigen leicht gemacht

Ich will heute gar nicht lange auf das Wieso, Weshalb, Warum eingehen, sondern lieber Tipps teilen, für alle, die ihre Motivation schon gefunden haben. Wenn du mehr wissen willst, lies dir gerne meine anderen Beiträge über Veganismus durch: going vegan. (Part one) und going vegan. (part two)

Und jetzt gehts los:

1 Ganz entspannt starten

Ich glaube eins der größten Probleme, die der Veganismus momentan hat, ist die Tatsache, dass Menschen seehr schwarz weiß über das Thema danken. Also so: Entweder man ist Vollblut-Veganer, der sich nur noch von Tofu ernährt, alle Leder-Schuhe rauswirft und mit Videos von Massentierhaltung auf Mission unterwegs ist, oder man ist Alles-Esser, jemand der im Sommer gerne grillt und ohne Fleisch einfach absolut nicht überlebensfähig wäre.

Ehrlich gesagt: das ist ziemlicher Quatsch. Wir müssen aufhören ständig in kleinen, engen Tunneln zu denken und anfangen, die Sache ein wenig entspannter zu sehen. Ich zum Beispiel esse auf der Arbeit nicht veganen Kuchen, im Urlaub darf es auch mal ein Stück Fisch sein und wenn ein Chicken-Nugget weggeworfen werden soll, bin ich die erste, die „hier“ schreit.

Wir sollten das Ganze nicht so dramatisch ernst nehmen und einfach mal probieren, statt direkt harte Grenzen zu setzen. Wie wäre es also mit nur noch einem Tag pro Woche, an dem man den Lieblings-Käse essen darf (Ja ich weiß, es ist immer der Käse!)? Oder du gehst nur noch pflanzlich einkaufen, aber isst unterwegs auch mal was Anderes? Oder du gestaltest immerhin dein Frühstück komplett vegan?

Jeder noch so winzige Schritt in die richtige Richtung ist ein guter Schritt, auf den du verdammt stolz sein kannst! Meine Mom ist hier auch ein gutes Beispiel. Sie isst nur noch ein bis zwei mal pro Monat Fleisch und verwendet zum Kochen mittlerweile nur noch pflanzliche Margarine und Sahne.

2 Ersatzprodukte links liegen lassen

Niemand braucht teure Schnitzel-Alternativen oder Käse, der für einen Omnivor absolut nicht nach Käse schmeckt. Vor allem am Anfang solltest du dich auf die Zutaten konzentrieren, die eh vegan sind. Gemüse, Obst, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte. Es gibt sooo viele Rezepte da draußen, die ganz ohne Tofu, Sojaschnetzel oder pflanzlichen Frischkäse auskommen. Später, wenn man schon länger im Game ist, sind diese Produkte toll, aber für jemanden, der echten Wurst-Geschmack gewöhnt ist, werden Ersatzprodukte erstmal eine Enttäuschung sein…

3 Immer schon vegan

Gut zu den Ersatzprodukten passt auch dieser Tipp. Schau dich nach Rezepten um, die von Haus aus vegan sind. Scharfe Pasta Arrabiata, Thai Curry mit viel Gemüse und Kokosmilch, Salate und Antipasti, Gemüse aus dem Ofen, Falafel und Humus oder auch diverse Suppen kommen seit jeher ohne tierische Produkte aus und sind trotzdem lecker. Sich zunächst mal auf solche Gerichte zu konzentrieren hilft dir, nicht das Gefühl von „hier fehlt was“ zu bekommen.

4 Kreativ werden

Eine Ernährungsumstellung hängt immer mit einem sehr bewussten Zugang zum Essen zusammen. Wenn wir uns nämlich dazu entschließen, bestimmte Produkte nicht mehr zu essen, müssen wir uns automatisch damit beschäftigen, was wir denn stattdessen essen wollen. Mir hat der Veganismus in der Hinsicht unglaublich gut getan und entgegen der allgemeinen Vermutungen ernähre ich mittlerweile sehr viel abwechslungsreicher als vorher und beschäftige mich echt gern mit meinem Essen. In der Küche kreativ zu werden und herumzuprobieren macht Spaß und bringt sehr viel Wertschätzung mit sich. Wer ein wenig Inspiration braucht, kann gern mal bei meinen beiden liebsten veganen Foodblogs vorbeischauen: eat this  und zuckerjagdwurst.

5 Bestätigung einholen

Die Suche nach Bestätigung ist in unserer Gesellschaft ein wenig verpönt und lässt oft mal einen faden Beigeschmack zurück. Trotzdem ist sie ein unglaublich praktisches Instrument, wenn wir ein neues Verhalten und eine neue Einstellung gegenüber einer Sache für uns selbst etablieren wollen. Da kann man sich also gut und gerne mal psychologisch austricksen. Bestätigung kannst du dir bei Leuten abholen, die schon vegan sind, oder es auch gerade probieren, es gibt YouTube Kanäle (mein liebster: veganistungesund), etliche Bücher und echt gute Dokumentationen. Überflute dich selbst mit positiven Meinungen zum Thema und sprich vielleicht nicht unbedingt mit dem einen Freund, der so unglaublich gerne Steak isst über deine neue Ernährungsform. Denn sich in Etwas von außen bestätigt zu fühlen, hat wirklich viel Power.

Und auch du selbst darfst dir immer wieder auf die Schulter klopfen: Jedes pflanzliche Gericht, jedes mal, wenn du Hafermilch statt Kuhmilch trinkst, die Eier im Supermarkt stehen lässt oder auf das Fleisch im Restaurant verzichtest gehst du einen wertvollen und wichtigen Schritt in die richtige Richtung für Umwelt und Tiere. Und das ist ganz schön großartig!

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