Meine liebsten Bücher

Draußen ist es kalt geworden, drinnen kuschelig. Ich liebe die kalte Jahreszeit und vor allem den Herbst, wenn es viel regnet, ab und zu die Sonne durchkommt und alles irgendwie gemütlich wird. Und mit den fallenden Blättern wird auch die beste Zeit zum Lesen eingeläutet. Also los, nimm dir einen Tee und kuschel dich in eine wohlig warme Decke ein: Hier folgt eine kleine Liste meiner aktuellen Lieblingsbücher. (Photo by Toa Heftiba on Unsplash)

Kurzer Disclaimer vorweg: Eine wirklich lange Zeit, dachte ich, ich wäre keine Leseratte. Ich dachte, ich wäre eben einfach eine Person, die nicht gerne liest. Im Marokko Urlaub dieses Jahr hab ich dann gemerkt, dass ich wohl die ganze Zeit über nur die falschen Bücher gelesen hatte. Denn wenn ein Buch wirklich gut ist, dann kann man ja gar nicht anders, als es zu verschlingen… Was ich damit sagen will: Selbst wenn du glaubst, du liest nicht gerne, lohnt es sich, das nochmal auf den Prüfstand zu stellen. Denn es gibt so viele schöne Worte da draußen, die dringend gelesen werden wollen. Du verpasst was!

Und jetzt los. (Das ist kein Ranking, nur eine Aufzählung.)

1 Girlboss. (von Sophia Amoruso) Meine Marketing Abteilungsleiterin schenkte allen Mädels im Team dieses Buch, als sie ging. (An der Stelle nochmal danke!) Ich hab es auf englisch gelesen und erstmal musste ich schlucken, als ich die kleine Schrift und die vielen dünnen Seiten sah. Aber dann im Urlaub hab ich genau drei Tage gebraucht, den Inhalt des Buches in mir aufzusaugen. Es geht um eine wahnsinnige Erfolgsgeschichte, wie eine Frau aus dem Nichts ein riesiges Unternehmen aufbaut, leidenschaftlich für das kämpft, was sie liebt und nie aufhört an sich zu glauben. Dieses Buch ist Empowerment pur! Am Ende fühlt man sich stark und so, als ob einen wirklich gar nichts aufhalten könnte. Ein schönes Gefühl. Und obwohl so viele tiefe Wahrheiten zwischen den Zeilen verborgen sind, ist es locker und irgendwie humorvoll geschrieben. Einfach toll!

2 Sonne und Beton. (von Felix Lobrecht) Zugegeben, ich mochte den Comedian Felix Lobrecht schon vorher. Vor allem seinen Podcast zusammen mit Tommi Schmitt – gemischtes Hack. Trotzdem hat das Buch noch einen drauf gesetzt. Ein Roman aus dem Herz Neukölns, ein sozialer Brennpunkt mitten in der Großstadt Berlin. Ein paar Jungs, Drogen und Schule schwänzen, ein Slang, bei der man gern mal den Kopf schüttelt, wenn man ihn im echten Leben hört. Und so, so viele Probleme, so viele Lücken, so viel Schmerz. Obwohl das Buch eigentlich sehr witzige Unterhaltungen und Szenen beschreibt, ist es irgendwie doch tief traurig und berührt einen auf eine seltsame Art und Weise. Worte, die einem mal wieder die eigenen Privilegien ins Gesicht zu schreien scheinen. Großartig!

3 Gebrauchsanweisung für das Leben. (von Andreas Altmann) Ich würde fast soweit gehen und sagen, dass dieses Buch mein ABSOLUTES Lieblingsbuch ist. Ein sprachliches Highlight, in dem ein Journalist vom Leben erzählt. Ungeschönt, echt, roh, schreibt er über Heimat, Kindheit, Liebe, Schmerz, Frauen, Tod und viele andere Themen, die uns alle beschäftigen. Das Buch ist prall gefüllt mit allerlei Lebenserfahrungen und Anekdoten des Reporters, baut Spannung auf, lässt einen Fremdscham verspüren, entlockt Schmunzeln genauso wie Kopfschütteln.  Die Quintessenz des Buches könnte schöner nicht sein, wie sie einen erwartungsvoll in den Popo tritt und die letzte Seite  hat mich tief ins Herz getroffen.

4 Slow. Einfach leben. (von Brooke McAlary) Vielleicht habe ich dieses Buch auch deshalb so intensiv wahrgenommen, weil es mich im Vanlife Urlaub so sehr in meiner Selbstreflektion geleitet hat. Fest steht aber: Dinge, die man doch eigentlich schon weiß, werden hier nochmal aufgearbeitet. Die Autorin erzählt viel von ihrem eigenen Leben und beschreibt den Weg, den sie geht um ein sinrerfülltes Leben zu führen. Trotzdem lässt sie Platz für eigene Gedanken, fordert zum Mitmachen auf. Wunderschöne, praktische Bilder werden gezeichnet. Undurchsichtige, vage Vorstellungen werden greifbar gemacht. Noch dazu ist das Buch süß illustriert, mit Bildern abgerundet und hat in meinen Augen einen Preis für eine besonders wohlige Ästhetik verdient.

Außerdem. Es gibt noch ein paar andere Bücher, die ich empfehlenswert fand, aber vielleicht nicht ganz so gut, wie die, die ich ausführlicher beschrieben habe.

Und zwar: Herrengedeck – Geschichten, die wir nüchtern niemals erzählen würden (von Ariana Babourie und Laura Larsson), ein witziges, leichtes Buch mit Anekdoten zum Schmunzeln. Mein Herz schlägt grün (von Louisa Dellert), ein Buch für einen leichten Einstieg in eine nachhaltige Lebensweise. Minimalismus: der neue Leichtsinn (von Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus), ein Buch über den Minimalismus bezogen auf ein sinnerfülltes Leben. Einfach leben – der Guide zu einem minimalistischen Lebensstil (von Lina Jachmann), mein erster Kontakt mit dem Minimalismus als Solches und damit ein absolut prägender Wendepunkt für mich.

Wenn du mich persönlich kennst, frag mich gerne nach den Büchern und du kannst sie dir einfach ausleihen. Bücher sind gar nicht mal billig und immer Papier, das man sich auch sparen kann. Ansonsten hoffe ich, da ist was für dich dabei!

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