Über das Heimkommen.

Viel unterwegs gewesen in letzter Zeit. Morgen gehts heim. Vielleicht ein bisschen wirr, das, was hier folgt. Aber ganz echt von der Seele weggeschrieben. (Photo by adrian on Unsplash)

Ich bin aktuell noch in Berlin und neulich wachte ich nachts um 4 auf. Einfach so. Plötzlich war ich also hellwach. Und das war der Moment. Der Moment, in dem ich realisiert habe, dass es Zeit ist, heimzukommen.

Zurück in mein Zuhause, physisch und irgendwie auch psychisch. Zurück in die WG, nach München, zu meinen Freunden und meiner Familie, aber auch zurück zu mir, meinem Alltag, meinen Gewohnheiten und Routinen. Ich sehne mich nach meinem Bett, meiner Kleiderstange und meinem Schreibtisch. Ich will wieder Yoga in meinem winzigen Zimmer machen und abends bei offenem Fenster meditieren. 

Urlaub ist ja immer eine Art von Ausbruch. Aus dem Alltag und dem Job und dem normalen Leben. Raus aus dem gewohnten Umfeld, raus aus der Comfort Zone. Ich war diesen Sommer immer auf Trab, direkt nach der Klausurenphase gab es noch einen Forschungsbericht abzugeben, ich hab gearbeitet, war am Flohmarkt, hab mit Annika unser Auto für den Vanlife Trip ausgebaut. Dann war ich mit eben diesem Auto in der Schweiz und in Frankreich und Italien. Ich hab Langsamkeit erfahren, bin wieder zurück zur Base und hab mich wiedergefunden, nach all dem Stress. Ich hab so viel nachgedacht und reflektiert und gelesen, wie noch nie. Dann hatte ich eine Woche daheim, schnell alles waschen, arbeiten, die Familie sehen und mein Chaos ordnen. Und dann direkt nach Berlin, Festival, Stadtleben genießen, Kaffee trinken. Mit dem Zug nach Kopenhagen, eine neue Stadt ansehen, Kunstmuseen besuchen und noch mehr Kaffee trinken. Und jetzt hab ich noch ein paar Tage allein hier in Berlin, bevor es wieder zurück nach Hause geht.

Da ist so viel neuer Input in mir, ich hab so viel über mich gelernt in den letzten Wochen, bin so vielen Menschen begegnet, hab Eindrücke gesammelt und mich treiben lassen. Und all das war wunderbar. Aber jetzt will ich nur noch eins: Heim.

Ich war schon immer ein großer Fan vom Heimkommen. Und ich geb auch offen und ehrlich zu, dass ich mich schon während einem Urlaub immer darauf freue mein Zuhause wieder zu betreten. Denn ich liebe mein Zuhause. Mein Zuhause ist mein Anker, mein Ruhepol. Mein Wohlfühlort.

Und ich frage mich, ob das nicht gerade der Punkt ist. Ob wir uns alle ein bisschen danach sehnen, nach Hause zu kommen. Zu einem Ort, an dem wir einfach sein können. An dem wir mal halt machen können, durchatmen können. Mal nichts Neues und Aufregendes erleben.

Und ob es nicht gerade das ist, was den Urlaub so reizvoll macht. Das nachhause Kommen.

Und dann muss ich daran denken, wie unglaublich dankbar ich dafür bin, dass ich einen Ort habe, den ich mein Zuhause nennen kann. Was für ein Glück ich hatte. Zu wissen, dass es einen Ort gibt, an dem ich voll und ganz ankommen kann, das ist das Größte!

 

2 Antworten auf “Über das Heimkommen.”

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