The cute scandi girl.

Wie ich meinen Stil definiere und wie du deinen findest.

Was ist denn eigentlich mein Stil?

Ich hab lange gebraucht, bis ich wirklich wusste, was meinen Stil ausmacht. Klamotten mochte ich schon immer, aber die rote Linie hat irgendwie ewig gefehlt. Denn wenn wir ehrlich sind, ist es eben gar nicht so leicht aus den unendlich vielen Möglichkeiten auszuwählen und einen für sich passenden Stil festzulegen. Auf dem Weg zu meinem jetzigen Kleiderschrank und meiner Einstellung zu Kleidung bin ich verschiedenste Phasen und Herangehensweisen durchlaufen. Ich war einige Jahre ein absolutes Konsumopfer und hab mein Geld für Markensachen mit großen Logos ausgegeben. Später hab ich mich am Schrank meiner Mom bedient (Die auch einfach echt coole Sachen hat.), seit einiger Zeit bin ich ein großer Second Hand Fan und liebe Vintage Funde. Ich nähe selbst Kleidung und hab natürlich auch schon den ein oder anderen schlimmen Fehlkauf gemacht…

Wie ich zu meinem Stil fand

Der Wendepunkt zwischen Blumenmustern und sterilen weißen Hemden, zerschlissenen Mom Jeans und schicken kurzen schwarzen Kleidern kam, als ich anfing mich mit dem Minimalismus zu beschäftigen. Im Urlaub besorgte ich mir ein Notizbuch und nahm mir vor ALLE meine Kleidungsstücke dort hinein zu schreiben und nach Wichtigkeit und Gelegenheiten zu sortieren. Da wurde mir dann zum ersten mal bewusst, wie viel Kleidung ich besaß. Ich konnte nicht einmal alle Teile auswendig aus dem Gedächtnis aufschreiben. Also begann ich, regelmäßig großzügig auszusortieren. (Zum Ausmisten gibts auch einen Beitrag, nämlich hier.) Bleiben durften immer nur die Teile, die mir wirklich wichtig waren. Und mit jedem mal aussortieren, neu überdenken und neu kombinieren kristallisierte sich ein wenig mehr das heraus, was ich heute meinen Stil nenne.

Wieso zum eigenen Stil auch eine Portion Mut gehört

Ich habe über dieses Thema schon mal einen Beitrag geschrieben (diesen), möchte das hier aber nochmal aufgreifen, weil es mir echt wichtig vorkommt. Zum eigenen Stil gehört Mut. Das Ende der Schule und der Anfang eines neuen Lebensabschnitts (Uni) hat mir damals total geholfen langweilige Sachen endlich hängen zu lassen und einfach mal mit langem weißen Rock, fake für Jacke und roten Lippen an einem Montag Morgen das Haus zu verlassen. Ich glaube viele von uns trauen sich nicht, den Stil auszuleben, den sie lieben, weil da dieser Gedanke im Hinterkopf ist, der einem sagt „Das ist nicht der richtige Anlass für einen Montag Morgen. Viel zu übertrieben…“. Diesen Gedanken sollte man auf der Suche nach dem eigenen Stil einfach mal links liegen lassen. Der richtige Anlass ist heute. Was alle anderen denken ist wirklich egal.

Es gibt keine Must-haves

Als ich angefangen habe, mich bewusst damit auseinander zu setzen, hab ich mich auch von dem Gedanken der „Must-Haves“ verabschiedet. In meinem Kleiderschrank gibt es zum Beispiel seit über einem Jahr keine einzige Jeans mehr. Genauso wie ich kein schwarzes T-Shirt habe und kein paar Turnschuhe. Ich finde, jeder sollte seine eigenen Must-Haves finden, ob es nun die Jeans ist, oder nicht, das bleibt ganz allein dir überlassen. (Über MEINE persönlichen essentials habe ich auch schon mal geschrieben).

Dem Stil treu bleiben

Das wohl schwierigste an einem echten, eigenen Kleidungsstil ist es, ihm treu zu bleiben. Schließlich gibt es niemanden, der einem sagt, ob etwas zum eigenen Stil passt, wenn man es kauft oder leiht oder näht. Das muss man dann schon selbst wissen. Wie oft hatte ich schon die süßesten Blumenkleider in der Hand und hab mit mir gerungen… Aber im Endeffekt weiß ich mittlerweile, was ich wirklich anziehe und was nach zwei mal tragen dann doch wieder nur trostlos im Schrank hängt…

The cute scandi girl.

The cute scandi girl ist der Ausdruck, der meinen Kleidungsstil am allerbesten beschreibt finde ich. Zumindest momentan. Skandinavisch ist mein Stil vor allem wegen der Farben und Schnitte. In meinem Schrank gibt es fast nur weiße, graue und schwarze Teile. Sehr monochrom, wenig Print, sehr simpel. Dazu gibt es gerade geschnittene Teile, wenig weiblich Figurbetontes. Rollkragenshirts sind meine absoluten Lieblinge, genauso wie ein großes, weißes Standard Hemd und meine Lack Doc Martens. Für ein richtiges, cooles scandi girl bin ich aber doch ein bisschen zu süß. Und das liegt nicht nur an meiner Größe… Hier und da schleichen sich glitzernde Pallietten, rosa fake fur, seiden Strumpfhosen, overknees und Kleidchen ein. Außerdem liebe ich auffälligen, roten Lippenstift und dazu meine silberne, schlichte Brille. Ach ja, und natürlich meinen breiten Samthaargummi und die Creolen Ohrringe, die ich aktuell wirklich JEDEN Tag trage.

Ein Outfit, das das cute scandi girl super toll abbildet, ist dieses:

Pinakothek -16

Woher die Sachen sind:

Samthaargummi – gefunden, Jeansjacke – ausgeliehen von meinem Mitbewohner, Brille – ace und tate, weißes kurzärmeliges Hemd – Flohmarkt, weißes geriffeltes Rollkragen Shirt – Kleiderkreisel, Bike Shorts – Kleiderkreisel, Netztasche – Granit.

Und hier gibts noch mehr zu second hand fashion und meiner Einstellung zur Kleidung:

Badass Öko – Edition 1 , Meine 25 Teile Kleidung. (aktueller Stand im Winter), Fast Fashion , creating outfits

pinakothek-47.jpg

2 Antworten auf “The cute scandi girl.”

    1. Hallo meine Liebe,

      danke für dein Feedback, freut mich, dass dir mein Beitrag gefällt. 🙂
      Meine Brille ist von Ace and Tate, leider weiß ich das Modell nicht, aber die haben eh nicht viele, du erkennst sie also sicher wieder! 🙂

      Liebe Grüße,
      Celine

      Liken

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