Maybe it´s not Monday that sucks, maybe it is your job.

Heute mal ein paar Gedanken zum Leben, zu Arbeit und Freizeit und warum mir dieser Satz so im Kopf hängen geblieben ist…

Ich bin mitten im Studium und langsam aber sicher stellen andere (und ich selbst) mir die Frage, was ich denn danach machen will. Mit „machen“ ist im allgemeinen Sprachgebrauch wohl „Geld verdienen“ oder „arbeiten“ gemeint. Machen klingt einfach ein bisschen harmloser.

Es ist eine dieser Fragen, von denen man vor ein paar Jahren noch dachte, es gäbe irgendwann einen Aha-Moment und dann würde man wissen, was die Antwort ist. Hm, den gabs bei mir jetzt noch nicht. Trotzdem bin ich schon ein Stück weiter, als mein Vergangenheits-Ich. Ich weiß nämlich schon, was ich ganz sicher NICHT MACHEN will. Das ist doch schon mal was oder?

Und da kommen wir auch schon zum provokanten Sticker Zitat, dem Titel dieses Beitrags. Denn ich will ganz sicher nicht, dass Montage ein Grund zum genervt sein sind. Ganz generell frage ich mich an der Stelle, wie sich Leute ernsthaft damit zufrieden geben können, dass Montage doof sind. Oder sind diese Leute einfach generell unzufrieden? Egal von welcher Perspektive aus man dieses Montags-Phänomen betrachtet, ich will da absolut nicht mitmachen. Ich will, dass Montage ein Grund zur Freude sind. Jeder Tag sollte ein Grund zur Freude sein, oder nicht? Schließlich ist JEDER TAG ein Tag meines Lebens. Und so ein Leben ist schneller an einem vorbei gezogen, als man denkt. (An der Stelle: Wie absolut unheimlich schnell ist denn die erste Hälfte dieses Jahres wieder  vergangen?!)

Ich habe oft den Eindruck Menschen geben sich mit Dingen zufrieden „weil das eben einfach so ist“. Es ist eben einfach so, dass man arbeiten muss, montags bis freitags, sich dann aufs Wochenende freut und den Urlaub und die Rente. Aber wie absurd ist das denn eigentlich? Warum machen wir denn nicht einfach JETZT in diesem Moment das, was uns Spaß macht? „Naja so einfach ist das ja nicht, man muss ja irgendwie Geld verdienen.“ Klar, die Vorstellung, dass jeder Tag im Leben toll ist und man nie Aufgaben zu erledigen hat, die einen nerven, ist ein klein bisschen idealistisch. Aber es geht doch wohl besser, als von JEDEM Montag genervt zu sein…

Je länger ich mir Menschen in einer ganz normalen 40 Stunden Woche ansehe, desto mehr bin ich von der Hamsterrad Idee überzeugt. Ich denke, viele reflektieren gar nicht mehr über das was sie Tag ein, Tag aus tun. Ich denke, viele nehmen es einfach als selbstverständlich hin. Als Tatsache, die sich so leicht nicht ändern lässt. Weil man ja irgendwie sein Geld verdienen muss.

Ich muss sagen, mich gruselt der Gedanke jetzt schon, selbst einmal in so einer Position zu sein. Klar, ich rede hier von Extremen. Aber selbst wenn wir von einer eher abgeschwächten Version ausgehen. Davon, dass mir mein Job einigermaßen Spaß macht, meine Kollegen super lieb sind und ich ein faires Gehalt verdiene. Selbst dann hab ich wirklich Angst davor, jede Woche nach dem gleichen Rytmus zu leben.

Arbeiten, fünf Tage die Woche, von 9 bis 17 Uhr. Und dann Wochenende. Und dann das Gleiche von vorn. Bis zum Urlaub. Zwei Wochen in der Sonne am Strand. Und dann das Gleiche von vorn. Zwischendrin ist vielleicht mal ein lang ersehnter Feiertag. Aber dann das Gleiche von vorn. Und das so lange, bis ich wirklich alt bin, denn sind wir mal ehrlich, in meiner Generation sieht das Rentenalter nicht allzu rosig aus.

Meine Ansicht könnte den Eindruck erwecken ich bin einfach faul und habe keine Lust zu arbeiten, aber so ist das auch nicht. Ich mag Stress, ich brauche eine Aufgabe und ich will gefordert sein. Aus dem Grund hab ich nach der Schule auch direkt mit dem Studium angefangen, ein Jahr Pause hätte ich gar nicht ausgehalten. Trotzdem hänge ich an meiner Freiheit und daran, das zu machen, was mir Spaß macht. Vielleicht macht es anderen Leuten auch Spaß nach dem immer gleichen Rytmus zu leben, in einem 40 Stunden Job im Büro. Aber mir ganz sicher nicht.

Aktuell arbeite ich 16 Stunden pro Woche, habe hier und da ein Seminar von der Uni, stecke viel Zeit in ein paar andere Projekte, gehe Hobbys nach und koche fast jeden Tag für mich. Da sind viele entspannte Abende, aber wenn ich an einem Dienstag bis 3 in der Nacht wach bin, ist das auch kein Problem. Zum Lernen setze ich mich in mein Lieblingscafé und ein richtiges Wochenende gibt es bei mir gar nicht.

Ich liebs. Ich liebs, dass mein Alltag ein Puzzle aus den verschiedensten Aufgaben ist, ich liebs, dass ich jeden Tag so gestalten kann, dass ich mich auf den Tag freue.

Das würde ich echt gerne beibehalten. Ich mag Montage. Und so soll das auch bleiben.

In diesem Sinne: Thank god it´s Friday. Höhö.

Celine & me-4

4 Antworten auf “Maybe it´s not Monday that sucks, maybe it is your job.”

  1. Ja… Montage… auch ich hasse sie -_- Weil ich dann wieder fremdbestimmt und mit der Uhr im Nacken leben muss. Aber: es geht leider nicht anders, sonst habe ich kein Geld. Und ein Leben ohne Geld ist richtig Sch***e, ich habe das schon hinter mir und weiß, wie es sich anfühlt. Also, was tun? Weitermachen und froh sein, dass man überhaupt einen Job hat, der nicht soooooo schlimm ist und einem ganz gutes Geld bringt (momentan leider schon, aber das ist zum Glück nicht immer so!). Es könnte ja auch anders sein, das wäre viel schlimmer. Es gibt auch keinen Job, der immer Spaß macht, das kann man sich abschminken, früher oder später hängt einem alles zum Halse raus. Aber, was solls?! Money makes the world go round ❤

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    1. Danke, dass du diesen Gedanken hier teilst. Ich habe schon einmal überlegt, den Beitrag wieder runter zu nehmen, weil ich weiß wie naiv er geschrieben ist. Ohne Geld läuft nichts. Mir ist klar, dass es manchmal nicht einfach ist, oder gar nicht möglich, den Job zu wechseln. Vielleicht kann man sich den Montag trotzdem ein bisschen versüßen? Mit ein bisschen Achtsamkeit zu Beispiel…

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