Badass Öko – Starterkit für Konsumentscheidungen

„Krass auf wie viel du immer achtest“ Nicht selten höre ich so einen Satz von Mitmenschen. Und dann denke ich mir immer „Naja so viel ist das doch alles gar nicht, eigentlich easy peasy.“ Trotzdem wollte ich mal meinen Gedankenwirrwarr sortieren und einfach mal alles aufschreiben, auf das ich als badass öko Person so achte, wenn ich etwas kaufe. Fragen die ich mir stelle, Hintergrundinfos, die ich wissen will. Und los.

Kurzer Disclaimer am Anfang: Auch ich befolge nicht alle Punkte, die ich hier aufliste bei wirklich JEDER Konsumentscheidung. Ich hab dieses Jahr auch schon einen Pulli von einer Fast Fashion Kette gekauft, esse jeden Tag Bananen und gebe gern Geld für unnötige Deko aus. All diese Punkte sind einfach das, was mir bei jeder Kaufentscheidung im Kopf herumschwirrt. Mal befolge ich sie alle, mal nicht.

1 Brauche ich das? Die allerwichtigste und vermutlich auch erste Frage, die man sich am Anfang seiner Entwicklung zur Nachhaltigkeit stellen sollte. Denn am aller nachhaltigsten ist es eben immer noch einfach gar nichts zu kaufen. Diese Frage sollte man sich also wirklich ehrlich beantworten können. Raus aus der Stellung des Konsumopfers, rein in die Rolle des bewussten Konsumenten.

2 Kann ich das gebraucht kaufen? Zweite, superwichtige Frage. Sobald es um etwas anderes als Lebensmittel, Kosmetik und Gesundheit geht, lautet die Antwort eigentlich fast immer: JA! Es gibt wirklich fast alles gebraucht zu kaufen. Mein Handy ist gebraucht, die Hälfte meines Kleiderschranks und meiner Schuhe, mein Mixer ist gebraucht, meine Kamera, mein Fahrrad, mein Laptop. Das einzige, woran ich definitiv noch arbeiten muss, ist bei der Einrichtung hin und wieder auf Gebrauchtes zurückzugreifen. Warum es so toll ist Gebrauchtes zu kaufen? Es werden keine neuen Ressourcen für dich verbraucht und wenn der Gegenstand von einem nicht allzu tollen Unternehmen stammt, wird dieses nicht unterstützt.

3 Mit nicht so tollen Firmen wären wir gleich beim nächsten Punkt: Keine Großkonzerne unterstützen. Zu Großkonzernen zähle ich vor allem Unternehmen wie apple, amazon, nestle, Coca Cola und so weiter. Viele der big player handeln absolut unethisch, zahlen weniger Steuern als sie sollten, haben viel zu viel Macht durch regelrechte Monopolstellungen und an der Spitze sitzen irgendwelche reichen, weißen Männer, die sich vermutlich jeden Tag wieder ins Fäustchen lachen, weil wir Konsumenten so leicht zu kriegen sind.

4 Kein Plastik bitte. Verpackung. Auch so ein Thema bei Konsumentscheidungen, nicht nur bei Lebensmitteln. Ich sammle mein Plastik jeden Monat um den Überblick zu behalten, wie viel ich verbrauche. Plastik ist einfach wirklich ein Problem. Ich denke dazu muss ich auch gar nicht mehr viel sagen.

5 Saisonalität / Regionalität. Eine Sache die man jetzt vor allem auf Lebensmittel beziehen muss. Ich achte sehr darauf, den Großteil meiner Lebensmittel aus Deutschland zu beziehen. Einfach weil langer Transport schlecht für die Umwelt ist. Bananen und Zitronen sind mein großes Laster, aber was Gemüse angeht bin ich mittlerweile echt gut im saisonalen Kaufen. Damit ich immer weiß, was gerade so in Deutschland wächst, male ich mir inzwischen einen Saisonkalender in mein bullet journal. Gute Saisonkalender gibts hier.

6 Kann ich das nicht auch selbst machen? Egal ob es hier um Pesto, Deo, Mandelmilch, oder das eine Kleid geht, das ich schon so lange genau im Kopf habe: Selbermachen ist oft eine prima Alternative. Meistens spart es Müll, Geld und ein schlechtes Gewissen. Außerdem sind selbstgemachte Dinge wirklich viel cooler. Win win win.

7 BIO. Ich hab in einem anderen Beitrag schonmal erklärt, warum ich es wichtig finde fast ausschließlich BIO Lebensmittel zu kaufen. (Hier gehts lang.) Klar, Nüsse für 5€ lass ich auch lieber stehen und es ist auch okay, wenn man auf ein billiges Produkt zurückgreift, weil man es sich einfach nicht leisten kann. Aber selbst ich mit meinem Studenten Budget schaffe es 90% der Lebensmittel in BIO Qualität zu kaufen, also kannst du das auch.

8 Ist das vegan? Auch ein ziemlich einleuchtender Punkt. Abgesehen vom Schoko Croissant beim Bäcker um die Ecke kaufe ich fast nichts mehr Tierisches. Gebrauchte Kleidung und Schuhe schon, aber da musste das Tier ja nicht extra für mich sterben. Bei Kosmetik achte ich inzwischen auch sehr auf Inhaltsstoffe und im Supermarkt sowieso.

9 Gönn dir mal was. Tatsächlich bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mich manchmal eher „überzeugen“ muss Dinge zu kaufen als andersherum. Erst gestern wieder stand ich vor der vanille Hafermilch, die mich echt mega angelacht hat. Und statt sie einfach zu kaufen stehe ich dann 5 min davor und versuche es vor mir selbst zu rechtfertigen, dass ich sie kaufen darf… Wie absurd. Ich glaube es ist auch einfach nicht gut zu streng mit sich zu sein, dann machts ja gar keinen Spaß mehr. Die Hafermilch hab ich jedenfalls gekauft…

 

Einen ähnlichen Beitrag zu meinen top 10 less waste Tips hab ich auch schon geschrieben. Hier gehts lang.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s