Ressourcen

Ressourcen. Was für ein abstraktes Wort. Ich versuche jetzt mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen. 

Im Duden steht eine Ressource ist ein „natürlich vorhandener Bestand von etwas, was für einen bestimmten Zweck, besonders zur Ernährung der Menschen und zur wirtschaftlichen Produktion, benötigt wird.“ (mehr hier) Hm naja, nicht allzu aufschlussreich.

Noch ein kurzer Disclaimer: Ich will mich heute auf die Ressourcen beziehen, von denen wir auch in den Medien sehr viel hören. Genau genommen ist ja auch Zeit, Platz und Geld eine Ressource, aber das lass ich hier mal außen vor.

Also was ist eine Ressource denn jetzt? 

Ich definiere das Ganze jetzt mal so: Ressourcen sind Stoffe, die wir nicht herstellen können. Sie sind einfach da, wir haben das Glück, dass das Ökosystem Erde sie uns gratis mitgebracht hat. Das Problem: Diese Ressourcen sind nicht unendlich verfügbar. Das bedeutet, wir müssen uns die Vorräte unserer Ressourcen gut einteilen. Soviel dazu.

Kommen wir mal auf Kohle, Erdöl und Erdgas zu sprechen. Was ist das Problem daran?

Aktuell wirbeln die sogenannten fossil fuels viel Wind auf. Auch Greta Thunberg redet oft darüber. (Wer jetzt über diesen Namen stolpert und sich fragt wer das ist, sollte dringend kurz googeln, Greta ist eine wahnsinnig tolle Person!) Fossile Brennstoffe sind zum Beispiel Kohle, Erdgas und Erdöl. Sie spielen eine große Rolle in der Energiegewinnung. Erdöl und Erdgas werden aber zum Beispiel auch in der Automobilindustrie und bei der Herstellung von Kunststoffen oder elektronischen Geräten verwendet.

Das Problem an diesen Ressourcen ist nicht nur, dass die Vorräte langsam knapp werden, sondern auch ein anderes, viel größeres. Die fossilen Brennstoffe speichern seit langer Zeit CO2 unter der Erde. Zersetzen wir die Stoffe, dann wird dieses CO2 freigesetzt. Das wiederum hat Auswirkungen auf den Klimawandel. Hm. Nicht gut.

Und was ist mit Wasser? 

Wasser ist eine weitere Ressource die in aller Munde ist. Und alle reden darüber, wir sollen kein Wasser „verschwenden“. Dabei verschwenden wir Wasser eigentlich ja nicht wirklich. Wenn wir Hände waschen, geht es ins Abwasser, wenn wir ein Feld bewässern wachsen darauf Gemüse, wenn wir Tiere damit füttern können wir diese Tiere essen, wenn wir Baumwolle damit gießen, können wir Kleidung herstellen und so weiter. Das Wasser ist also nicht wirklich weg, oder verschwendet. Wo liegt dann das Problem?

Zum Einen kann Wasser verschmutzt werden. Wenn wir also für das Färben eines T-Shirts Wasser benötigen und zu diesem Wasser Farbstoffe zufügen, dann ist das Wasser zwar hinterher noch da, aber leider nicht ohne aufwendige Reinigung zu gebrauchen. Und es kommt noch schlimmer: In vielen Ländern sind solche industriellen Abwasser nicht gut geregelt und das verschmutzte Wasser gelangt in Flüsse oder das Grundwasser und verschmutzt noch mehr Wasser.

Zum Anderen ist das wenige trinkbare Wasser, das wir haben, nicht unbedingt gleich verteilt auf der Welt. Deswegen ist es keine gute Idee in bestimmten Gebieten (in denen zum Beispiel Avocados gut wachsen) Wasservorkommen punktuell zu überlasten.

Ein Paradebeispiel einer großen Fehleinschätzung was die Ressource Wasser angeht, ist der Aralsee. Der Aralsee liegt in Asien genau an der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan, war etwa so groß wie Bayern und wurde lange Zeit von den zwei Ländern im regelrechten Kampf für die Landwirtschaft genutzt. Bis er innerhalb von einem halben Jahrhundert fast komplett ausgetrocknet ist. Was vorher eine wichtige Wasserquelle für viele Menschen war, ist jetzt Wüste. Die Region rund um den ehemaligen See ist von Dürre und Wassermangel betroffen, die Lebenserwartung der Menschen ist gesunken, die Kindersterblichkeit ist gestiegen und die komplette Wirtschaft ist mit dem Austrocknen des Sees eingebrochen.

Ich finde das zeigt ganz gut, dass wir nicht zu nachlässig mit Wasser umgehen sollten, auch wenn wir in Deutschland genug davon haben, sieht es in anderen Teilen der Welt ganz anders aus.

Wie geht man also möglichst nachhaltig mit Ressourcen um?

Es ist eigentlich ganz einfach nachhaltig mit Ressourcen umzugehen. Und zwar so: Man benutzt keine. Klingt jetzt überspitzt, ist aber so. Nachdem das mit unserem aktuellen Lebensstandard allerdings nicht ganz möglich ist, sollten wir wenigstens versuchen Ressourcen überall da einzusparen, wo wir können.

Wir können bei wirklich allem, das wir im Leben tun, entscheiden, wie viele Ressourcen wir nutzen wollen. Wir sind priviligiert genug um zu entscheiden. Wir können das Auto nehmen oder das Rad. Wir können uns Avocados und Rindfleisch kaufen oder Tomaten und Sojaschnitzel. Wir können für ein Unternehmen arbeiten, das Ressourcen verschwendet und den Abbau von fossilen Brennstoffen fördert, oder wir arbeiten für ein Unternehmen, das Ressourcen schonend behandelt. Wir können Ökostrom beziehen, weniger Plastik benutzen, second hand Kleidung kaufen und Lebensmittel retten, die in der Tonne landen sollen.

Jeden Tag können und müssen wir uns entscheiden. Für oder gegen einen Schritt in die richtige Richtung.

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