Allein sein.

Me Time. Ein Fluch und ein Segen zugleich. Was sich am Anfang nach Einsamkeit angefühlt hat, konnte bei mir im Laufe der Zeit zu etwas sehr Wertvollem wachsen. Zu einer Zeit mit mir selbst, die mir heilig geworden ist. Zu einem Anker, einer Balance, einer Ruhe. Heute also mal meine Gedanken zum alleine Zeit verbringen.

Allein sein ist ein schwieriges Thema. An dieser Stelle möchte ich zuerst kurz zwei Stadien ganz klar voneinander abgrenzen. Allein sein und Einsamkeit. Für mich sind das zwei völlig unterschiedliche Worte. Heute geht es um das Allein sein. Ich wollte eigentlich auch über Einsamkeit schreiben, aber momentan fühlt es sich so an, als würde ich dafür noch nicht die richtigen Worte finden.

Zum Allein sein also. Für mich ist ein gesundes Maß an Me Time extrem wichtig geworden. Das war nicht immer so und wird vielleicht irgendwann wieder anders, aber aktuell mag ich es einfach mit mir selbst Zeit zu verbringen. Alleine eben.

Trotzdem hab ich das Gefühl, es gibt viele Menschen, die sich damit noch nicht ganz wohlfühlen. Meiner Meinung nach hat das auch viel damit zu tun, dass man von außen gern mal den Eindruck hat, jeder würde 24/7 in Gesellschaft anderer sein. Klar, wir teilen eben auch lieber ein Foto der letzten Party oder des Urlaubs mit den Liebsten statt von uns selbst allein daheim.

Dabei sollte das allein sein mindestens genau so hoch gelobt werden. Aber warum ist allein sein eigentlich so wichtig?

Ich möchte dir einen Gedanken vorstellen, einen meiner Grundsätze.

Wenn du alleine nicht glücklich und zufrieden mit deinem Leben bist, dann machst du dein eigenes Glück von anderen abhängig. Klingt logisch oder? Wenn nicht, dann denke vielleicht nochmal kurz darüber nach. Es ist einfach eine logische Konsequenz.

Das eigene Glück von anderen abhängig zu machen ist eine ganz schlechte Idee. (Generell ist es eine schlechte Idee das eigene Glück von irgendwas bestimmten abhängig zu machen, finde ich.) Das bedeutet nämlich im Umkehrschluss, dass man unglücklich wird, wenn diese Person wegfällt. Blöd oder

Genau das ist also der Grund, warum ich es extrem wichtig finde, alleine glücklich zu sein. Und das beziehe ich an der Stelle sowohl auf Freunde als auch auf Partnerschaften. (Wenn wir von Partnerschaft reden finde ich dieses Zitat unglaublich passend: You musst want to spend the rest of your life with yourself first.)

Aber alleine glücklich sein und mit sich selbst Zeit zu verbringen ist manchmal gar nicht so einfach. Deswegen kann es helfen sich Dinge zu suchen, die man gerne allein unternimmt und macht.

Hier ist eine kleine Liste der Dinge, die ICH alleine mache und die mir unglaublich gut tun (Bei dir kann so eine Liste natürlich total anders aussehen):

Yoga machen – kochen – bullet journaling – ein Kunstmuseum besuchen – Fotos machen – backen – einen Kaffee in einem schönen Café trinken – Lesen – im Zimmer zu lauter Musik tanzen – Podcasts hören – diesen Blog schreiben – Dinge ordnen – nähen – unverpackt einkaufen gehen – durch die Stadt schlendern – in einem Buchladen Bücher ansehen –  Netflix schauen (Ja, ich bin Seriensuchti…) – alleine reisen (Falls du dein allein sein mal so richtig auf den Prüfstand stellen willst.)

Ich nehme mir oft ganz bewusst Abende frei, um Zeit für mich zu haben. Nicht zwanzig Minuten zwischen Tür und Angel, sondern so richtig Zeit für mich. Und übrigens: An einem Freitag oder Samstag Abend Zeit allein zu verbringen, wenn ALLE anderen Party machen bringt einen auch nicht um. (Durch Selbsttest bestätigt.)

Außerdem erdet mich die Zeit mit mir selbst sehr. Sie lässt mich runterkommen. Wenn ich zu viel Stress habe (auch Freizeitstress), realisiere ich oft, wie sehr ich mich nach einem Abend mit mir ganz allein sehne. Weg von allem Trubel.

Was jetzt eventuell ein wenig langweilig klingt, ist sehr sehr wertvoll. Man muss sich darauf einlassen, Gedanken an andere, die gerade mit Freunden unterwegs sind ausschalten und sich auf sich konzentrieren. Eine achtsame Haltung gegenüber sich selbst einnehmen.

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