Was ich esse und wieso und wann.

Schon wieder ein Beitrag über Lebensmittel. Aber irgendwie hatte ich Lust, mal ein paar meiner Essgewohnheiten aufzuschreiben. Einfach als Inspiration.

Noch kurz vorweg: Mit diesem Beitrag will ich nicht sagen: Iss das und das und du bist fit, gesund und sportlich. ICH fühle mich mit dieser Ernährung pudelwohl und es ging mir nie besser, aber das muss nicht auf dich zutreffen. Jeder ist verschieden, unsere Körper sind unterschiedlich und somit auch unsere Bedürfnisse. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht mal verschiedene Dinge austesten kann. Es heißt nur, dass man seine Erwartungen runterschrauben sollte und reflektiert damit umgeht, wenn etwas nicht klappt. Am Ende ist Selbstliebe das A und O und ohne die kann auch die perfekteste Ernährung nichts ausrichten. So.

Und jetzt folgt eine Liste meiner Essgewohnheiten.

Frische, unverarbeitete Lebensmittel. Angefangen hat das Ganze, als ich begann selbst zu kochen und auf Plastik zu verzichten. Denn wenn man auf Plastik verzichtet merkt man schnell: Alles, was verarbeitet ist, braucht eine Verpackung. Und diese Verpackung besteht meistens aus… Richtig. Plastik. Deshalb kaufe ich fast nichts Verarbeitetes. Ich halte mich an frisches Obst und Gemüse, an Reis, Nüsse, Mehl, Flocken, Hülsenfrüchte, Samen und Gewürze. Die einzigen beiden verarbeiteten Lebensmittel die ich häufig esse sind Nudeln und Tofu. Aber wenn verarbeitet, dann wenigstens ohne die ganzen seltsamen Zusätze. Ich bin zum Beispiel auch ein großer Erdnussbutter Fan, aber hast du schon mal auf so eine Zutatenliste geschaut? Da ist soo viel unnötiger Kram drin. Ich kaufe einfach Mus aus 100% Erdnüssen. Frische Lebensmittel zu essen gibt mir ein gutes Gefühl. Ich weiß genau, was ich meinem Körper zuführe.

90% vegan. Seit Ostern letzten Jahres bin ich jetzt schon 90% vegan. 90% weil ich den Sprung zu 100% einfach noch nicht ganz schaffe und das ist auch okay. Letztes Jahr im Herbst waren wir in einem Wellness Hotel mit ausgiebigem Dinner jeden Abend und ich hab mal wieder einfach alles gegessen. Da ist mir zum ersten Mal aufgefallen, wie unglaublich bekömmlich so eine vegan Ernährung ist. Und wie unglaublich schwer sich im Gegenteil dazu eine omnivore Ernährung anfühlt. Seit ich hauptsächlich Pflanzen esse, liegt mir nichts mehr schwer im Magen, ich fühl mich wesentlich fitter nach dem Essen, bin fast nie träge. Ich möchte nicht zu weit ausholen und all meine gesundheitlichen Merkmale auf diese Ernährungsform schieben, aber irgendwie hab ich eben doch ein besseres Körpergeühl bekommen durch die Pflanzen. Ich bin definierter, muskulöser (pflanzliche Proteiiiine), fühle mich leichter (Obwohl ich de facto noch genau so viel wiege.) und bin durch und durch zufriedener damit, wie sich mein Körper anfühlt.

Kaum Süßkram und Junk Food. Aber wenn, dann viel. Da ich ja kaum mehr Plastik kaufe, hab ich auch aufgehört Süßes, Chips und anderen Kram zu kaufen. Geht ja nicht. Trotzdem gehöre ich nicht zu den Personen, die mit „Nüsse und Obst“ antworten, wenn nach dem Lieblingssnack gefragt wird… Und wenn es auf einer Party Chips oder Salzstangen gibt, bin ich diejenige, die die ganze Packung leer ist. Genauso ist das, wenn ich einen Kuchen backe oder Pommes esse. Wenn es sowas gibt, esse ich tatsächlich recht ungesunde Mengen… Trotzdem vermisse ich es zuhause nicht. Im Schnitt esse ich viel weniger solchen Kram als früher und wenn, dann ist es umso besser. (Übrigens sind es auch die Snacks, bei denen ich oft in die nicht vegane Ecke abdrifte. Wie soll man auch zu einem geschenkten Schoko Schaum Kuss nein sagen?!)

Intermittierendes Fasten. Vor ein paar Monaten hab ich zum ersten Mal davon gehört und war erstmal skeptisch, weil ich Diäten überhaupt nicht ausstehen kann. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass diese Art von Fasten super hilfreich und gesund ist. Normalerweise geht sie nach dem 16:8 Prinzip, aber weil ich das meistens eher nicht durchhalte, achte ich nur darauf, über 12 Stunden nichts gegessen zu haben, bevor ich wieder esse. Das gibt dem Körper Zeit zu verdauen. Seitdem habe ich auch seltener einen Blähbauch, was am Anfang meiner veganen Zeit super oft vorkam. Klar, bei so viel Ballaststoffen…

Green Smoothies  Vor etwa einen Monat hab ich mir endlich einen richtig guten Mixer zugelegt (Second Hand) und schon nach dem ersten Green Smoothie war ich absolut überzeugt. Seitdem trinke ich jeden Tag einen zum Frühstück. Green Smoothies tun richtig gut. Sie sind erfrischend, man fühlt sich nicht total satt danach, aber ziemlich bereit, um in den Tag zu starten. Das Smoothie mixen ist zu einem Ritual geworden und dafür schaffe ich es sogar, vor der Arbeit früher aufzustehen. In meinen Green Smoothie kommt: Grünkohl, Spinat, Apfel, Birne, Kiwi, Ingwer, Zitrone, gefrorene Banane, Wasser, geschrotete Leinsamen und meistens noch ein bisschen Olivenöl (erhöht die Verfügbarkeit der wichtigen Nährstoffe aus den Pflanzen im Körper).

Supplemente. Ja, ich supplementiere. Früher fand ich das ganz absurd, unnatürlich und doof, heute weiß ich es besser. Aktuell nehme ich B12 (bei einer vegetarischen und veganen Ernährung wirklich wichtig) und Eisen aus Pflanzenextrakten. Das B12 wird in der Zucht auch den Tieren supplemtentiert, da kann man sich das auch direkt einschmeißen. Mein Eisen ist ein natürliches Supplement.

Wertschätzung. Das allerwichtigste an meiner Ernährung und meiner Erfahrung mit Essen in den letzten beiden Jahren ist die Wertschätzung. Wir haben es so, so gut. Wir gehen einfach in den Supermarkt und kaufen, was wir möchten. (ein kritischer Beitrag dazu hier) Es gibt immer eine riesige Auswahl, alles ist frisch und wir können uns tatsächlich über sowas wie Ernährung Gedanken machen. Das finde ich großartig und bin unglaublich dankbar. Ich koche fast alles selbst, beschäftige mich mit meinem Essen, richte es schön an. Denn irgendwie geht es hier ja um mehr, als nur Nahrungsaufnahme und darüber bin ich sehr, sehr froh.

 

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