Badass Öko – Edition 2

Mein zweiter Beitrag zur Badass Öko Reihe. Heute zum Thema: Wie mich durchs öko sein sexy fühle. Ein paar Gedanken zu nackt sein, Nachhaltigkeit und Natürlichkeit.

(Wenn du den ersten Beitrag dieser kleinen Serie nicht gelesen hast, dann schau gerne mal hier vorbei. In den Badass Öko Posts will ich Vorurteile aus dem Weg räumen und dir zeigen, wie cool man als öko Person sein kann.)

In meiner Selbstwahrnehmung hat sich in den letzten zwei, drei Jahren einiges getan. Ich habe gelernt mich voll und ganz so zu lieben wie ich bin, mich anzunehmen mit all den kleinen Macken, die wir eben haben.

Okay, und was genau hat das jetzt mit Nachhaltigkeit und Öko-Dasein zu tun? Meinem Empfinden nach recht viel.

Mit diesem Post will ich eigentlich genau da einsteigen, wo ich mit meinem make up free Beitrag gestartet bin. Wir sind uns ja allen bewusst, dass es eine Werbeindustrie gibt. Wir sind uns allen bewusst, dass es eine Kosmetikindustrie gibt. Wir wissen so ungefähr was Lobby bedeutet und wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, dann wissen wir auch, dass wir als Gesellschaft unser Schönheitsideal abhängig machen von Produkten, die uns zu dem ach so perfekten Äußerlichen verhelfen sollen.

Find ich blöd. Das sag ich jetzt einfach mal so.

Durch dieses ganze TamTam um Schönheit und Perfektion, wie sie auf natürliche Weise niemals entstehen kann fühlen wir uns unter Druck gesetzt und fangen schon in der Pubertät (oder sogar vorher) an uns zu fragen, ob wir genug sind. Ob wir dünn genug sind, ob unsere Haare geschmeidig genug sind, ob unsere Haut weich genug ist und ob unser Körper rosig genug riecht.

Ziemlich schnell kann man da in einen Strudel geraten, der einem die buchstäblich nackte Wahrheit vor Augen führt: Nein, du siehst nicht so aus, wie es optimal wäre.

Und schon sind wir voller Selbstzweifel und versuchen jeden Tag mit viel Zeit vor dem Badezimmerspiegel einfach alles zu „retten“ was geht.

Ich finde keine Worte daür, wie traurig es mich macht, wenn mir dann wunderbare Menschen erzählen, dass sie eigentlich nicht 100% zufrieden mit sich sein können.

Für mich hat sich vieles geändert, seit ich auf einen natürlichen Umgang mit meinem Körper umgestiegen bin. Ich hab mich von konventionellen Produkten abgewandt, meinen Körper neu kennengelernt und verstanden, wie wichtig es ist dankbar zu sein. Dafür, dass ich gesund bin. Dafür, dass ich mir tatsächlich um so banale Dinge wie Schönheit Gedanken machen kann (wie paradox.).

Auch der Minimalismus hat mir sehr geholfen. Ich habe realisiert, dass ich diesen ganzen Kram eigentlich nicht brauche und habe nur noch eine handvoll Produkte in meinem Badezimmer.

Damit du auf dem Stand der Dinge bist, hab ich einfach mal aufgelistet, aus was meine Körperhygiene, mein Make up und all das so besteht: (von allem was ich im Singular aufzähle hab ich auch tatsächlich nur eins.)

Hygiene: Bambuszahnbürste, Zahnputz-Tabletten, Seife für den Körper und das Gesicht, festes Shampoo, Menstruationstasse, Slipeinlagen, Rasierer, Kokosöl zum Abschminken, selbstgemachtes Deo.

Pflege: feste Körperbutter, Körpercreme (geschenkt bekommen), Bienenwachs-Lippenpflege (geschenkt bekommen, hausgemacht), Fettcreme, Nagelklips, Pinzette, Gesichtscreme, Haarschere, Heilerde.

Kosmetik: ein roter Nagellack, Nagellackentferner, Mascara, Augenbrauenstift, kleine Lidschatten-Palette, Lidschatten-Stift, einige (viele) Lippenstifte, ein Parfum.

Aber nicht nur Produkte rund um den Körper haben für mich eine Rolle gespielt. Auch nackt sein hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Da spielt wohl auch ein bisschen diese ganze no bra club Sache mit rein. Ich fühle mich wohl in meiner Haut. So wohl, dass ich mich nicht mehr schäme. Ich bin zu einer Person geworden, die sich oben ohne an den Strand legt und nach einer langen Wanderung nackt in den See springt. Ich hab keine Vorhänge im Zimmer und schlafe immer nur mit Höschen egal wie kalt es ist. Ich genieße es, nackt zu sein.

Weil ich mich wohl fühle in meiner Haut. Weil ich meinen Körper als Geschenk sehe.

Auch Yoga hat mich verändert. Es hat mich stark gemacht. Nicht nur körperlich sondern auf eine gewisse Art und Weise auch seelisch. Yoga zeigt mir, dass ich allem trotzen kann, dass ich auf mich vertrauen kann, dass ich mich habe. Als Anker. Als Zuhause.

Und irgendwo in dieser Entwicklung hab ich auch mein Sexappeal gefunden. Das kommt nämlich ganz von allein, wenn man sich erstmal so richtig gut fühlt in seiner Haut. Das gibts gratis dazu.

Wenn ich mich abends ausziehe, finde ich mich sexy, ich bin stolz. Ich stehe vor dem Spiegel und sehe eine starke, schöne Frau. Und ich hoffe, du kannst dich genauso sehen.

Denn: Wir sind alle perfekt so wie wir sind. Wir sollten uns von Gesellschaft, Industrie und Lobby nicht vorspielen lassen, dass es nicht so ist.

Geh da raus und sei stark, sexy, stolz und vielleicht ein bisschen öko. Du bist wunderbar.

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2 Antworten auf „Badass Öko – Edition 2

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