Über Prioritäten und warum jeder genug Zeit hat

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Oh also dafür hab ich leider keine Zeit. Ich würde ja so gerne, aber das bring ich in meinem Alltag nicht mehr unter. Du bist ja lustig, wann soll ich denn das noch machen?! Keine Zeit. Ein Phänomen, das mir wirklich oft über den Weg läuft. Und wenn du kurz überlegst, dann kennst du das doch bestimmt auch oder? Von Leuten aus deinem Umfeld, aber vielleicht auch von dir selbst? Heute will ich mal meinen Senf dazu geben, zu diesem lästigen „keine Zeit haben“.

Der Tag hat 24 Stunden. Das ist überall auf der Erde gleich, egal auf welchem Kontinent wir sind, ob wir auf dem Land oder in der Stadt leben, oder wie alt wir sind. Und trotzdem scheint die Zeit immer mehr dahin zu rasen, je älter man wird. Irgendwann wird sich das wahrscheinlich auch wieder umkehren, aber gerade wenn wir am Anfang unseres Daseins als halbwegs erwachsene Menschen stehen und auf einmal immer mehr Aufgaben auf uns zu kommen, scheint es, als ob es immer weniger Zeit gibt. Dabei kann das ja irgendwie nicht sein. Zeit wird eben einfach sehr subjektiv wahrgenommen.

Wenn man anfängt sich mit der Frage der Zeit auseinanderzusetzen, dann muss man sich vielleicht vorher erstmal klar machen, wofür man seine Zeit hernimmt. Das ist uns nämlich oft gar nicht so bewusst. Oder weißt du, wie lange am Tag du am Smartphone hängst, wie oft du schon auf langweiligen Partys rumgehangen hast und wie viel Zeit beim Putzen draufgeht? Mir ist irgendwann aufgefallen, dass wir einfach unseren Weg gehen und irgendwann die ganze aufgebrachte Zeit für verschiedene Dinge gar nicht mehr in Frage stellen.

Dabei ist gerade dieses in Frage stellen so, so wichtig! Weil es nämlich ganz allein deine Entscheidung ist, wofür du deine Zeit „hergeben“ willst und wofür nicht. Die Zeit ist ein kostbares Gut, schließlich leben wir nicht unendlich lange auf diesem Planeten.

Und schon sind wir bei etwas angekommen, was ich als unglaublich wichtig erachte: Prioritäten setzen. Unsere Prioritäten werden uns von der Gesellschaft als Kinder ehrlich gesagt irgendwie eingetrichtert. Familie, Freunde, Schule, Sport, vielleicht ein Musik Instrument. Ohne zu hinterfragen, laufen wir dem einfach nach und tun all das, was erwartet wird. Und währenddessen merken wir oft gar nicht, welche der Beschäftigungen uns eigentlich wichtig sind, was wir gerne machen und was nicht. Wir machen vieles einfach nur mit, weil man es eben so macht.

Spätestens nach der abgesessenen Schulzeit sollten wir dann doch mal unsere eigenen Prioritäten setzen finde ich. Denn warum sollten wir unsere kostbare Zeit mit Dingen verbrigen, an denen wir keine Freude haben?

Ich hab lange gedacht, es ist auf jeden Fall super lustig und total toll immer dabei zu sein, wenn es in den Club geht. Klar, mir macht das auch wirklich Spaß, aber manchmal, da hat man eben auch einfach keine Lust, ist müde und unmotiviert. Warum also mitgehen?

Ich glaube hier spielt noch ein Phänomen unseres glorreichen Zeitalters mit rein: FOMO (Fear of missing out). Wenn es um soziale Aktivitäten geht, dann haben wir schnell mal Angst etwas zu verpassen, deswegen machen wir mit, obwohl wir vielleicht innerlich wissen, dass es uns keine Freude bringt. Irgendwie schade, aber irgendwie die Wahrheit, oder bin nur ich so komisch?

Das mit den Prioritäten lässt sich auch auf andere Dinge übertragen. Eins meiner Lieblingsbeispiele ist unter anderem das Geld. Klar, manche Menschen können sich bestimmte Dinge wirklich nicht leisten, aber wenn mir jemand sagt, er hätte kein Geld für BIO Gemüse und sich im gleichen Atemzug die fünfte Zigarette an dem Tag anzündet, dann frag ich mich schon. Ich will niemaden verurteilen, jeder kann sein Geld für das ausgeben, was ihm richtig erscheint, aber genug Geld haben wir eben meistens schon. Die Proritäten sind der clue. Denk mal drüber nach.

Und was ich dir mit diesem Blogpost jetzt eigentlich sagen will ist Folgendes: Tritt einfach mal einen Schritt zurück, überlege dir, was dir wirklich Freude bringt im Leben und verabschiede dich vom Rest. Am Anfag ist das vielleicht schwer (Stichwort FOMO…), aber glaub mir, es lohnt sich. Wenn du deine Prioritäten erstmal richtig setzt, dann verbringst du eine schöne Zeit, eben weil du nur schöne Dinge tust. Das gilt jetzt nicht nur für kleine Dinge, wie Freunde treffen, sondern auch für wichtige Entscheidungen: Studieren, eine Ausbildung machen, sich Zeit lassen?

Probier dich aus und entscheide dann ganz bewusst, was du gerne machst, welche Beschäftigungen, Personen und Dinge etwas von deiner kostbaren Zeit abbekommen dürfen, und welche nicht. Und dann ganz plötzlich, hast du auch Zeit für die Dinge, die dir wirklich wichtig sind.

Dieser Blog gehört übrigens auch zu meinen Prioritäten. Er nimmt mehr Zeit in Anspruch als du vielleicht glaubst und jeder Beitrag ist mein eigenes Gedankenchaos, aufgeschrieben, damit du dich davon vielleicht inspririert fühlst. Danke, dass du das hier liest, es bedeutet mir viel.

 

Ein Gedanke zu “Über Prioritäten und warum jeder genug Zeit hat

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