Meine top 10 „lesswate“ Tipps

Minimalism, minimalistic habits

Halli hallo,

ich versuchs ja immer wieder. Ich denk mir immer wieder: jetzt musst du endlich mal was Handfestes schreiben. Mal wieder was aufzählen, Schritte beschreiben, die man so richtig echt nachmachen kann. Und dann versinke ich doch wieder in ganz viele Worte und schwelge in philosophischen Gedanken. Heute ist es aber endlich soweit: Mal wieder Klartext, eine Liste, etwas, das man so richtig echt nachmachen kann. Nach ungefähr 1 1/2 Jahren viel Ausmisten und Umdenken gibt´s heute meine 10 Top Tipps fürs Müll sparen.

Vor ziemlich genau einem Jahr hab ich den ersten Artikel zum Thema Müll auf diesem Blog geschrieben. (hier) Und gerade beim durchlesen muss ich sagen, es hat sich noch so viel getan. Allerdings ist das auch schon lange her und ich bin immer noch nicht müllfrei (nicht annähernd). So eine Umstellung braucht Zeit, Geduld und vor allem Engagement. Für mich ist das ganze Umweltgedöns mittlerweile ein Hobby geworden, eine Challenge, ein Sinn. Und ich hoffe, diese Liste inspiriert dich, selbst anzufangen.

1 frische Lebensmittel unverpackt kaufen. Und damit meine ich ALLE frischen Lebensmittel. (Ja, das geht.) Ich kaufe Obst und Gemüse aus dem Bioladen immer entweder ganz lose oder in einem eigenen mitgebrachten Stoffbeutel (Die hab ich mal selbstgenäht, gibt´s aber auch zu kaufen.) Wer im Supermarkt Salate und Spinat nur in Plastik verpackt findet, sollte mal in Bioläden oder speziellen Obst und Gemüseläden vorbei schauen. Für Brot und Brötchen halte ich übrigens auch meinen eigenen Stoffbeutel über die Theke. Da ich mich ja mittlerweile vegan ernähre, kaufe ich kein Fleisch, keine Wurst und keinen Käse, aber auch den bekommt man unverpackt in die eigene Dose, wenn man statt dem Supermarkt mal einen kleineren Metzger oder Käseladen ansteuert.

2 Getränke aus Glasflaschen, der Leitung und dem eigenen Kaffeebecher. Ich trinke eigentlich nur noch fünf verschiedene Getränke: Kaffee, Tee, Wasser aus der Leitung (ein bisschen fancy mit Sirup, Minze oder Zitrone), Smoothies uuuund Wein. Für Kaffee togo hab ich immer meinen eigenen Becher dabei, sonst gibt es halt keinen. Zuhause trinke ich zurzeit kaum noch Kaffee und wenn doch, dann meistens mit selbstgemachter pflanzlicher Milch, ein Tetrapack kaufe ich nur selten. Tee wird mit einem Teesieb aus Metall super einfach zero waste. Wenn ich mir mal einen Smoothie gönne oder eben Wein trinke, dann aus der Glasflasche. Wann immer ich mir was zum trinken mitnehme (Uni, Arbeit, Sport, Ausflug…) hab ich aufgepepptes Leitungswasser dabei – in einer aufgehobenen Smoothie Glasflasche.

3 trockene Lebensmittel unverpackt einkaufen. Mittlerweile bin ich Stammkundin beim OHNE – Laden in München. Man kann dort so ziemlich alle trockenen Lebensmittel unverpackt in Bio-Qualität kaufen. Nudeln, Reis, Mehl, Tee, Cornflakes, Kaffeebohnen, Backpulver, Nüsse, Spülmittel und und und. Ich hab dazu auch einen eigenen Beitrag geschrieben: nämlich hier.

4 verpackte Lebensmittel im Glas oder in Pappe kaufen. Ich kaufe mittlerweile alles, was irgendwie geht im Glas. Zum Beispiel getrocknete Tomaten, Apfelmus, Kichererbsen, Brotaufstriche, Nussmus, Öl und Tomatensauce. Meine Gemüsebox, die ich alle zwei Wochen geliefert bekomme ist aus recycelter Pappe und wenn ich Tiefkühlobst kaufe, nehme ich auch immer welches im Pappkarton.

5 nachhaltige Hygiene-Alternativen. Ich benutze mittlerweile feste Stückseife für Körper und Hände und ein festes Shampoo für die Haare, eine Bambuszahnbürste, unverpackte Zahnputztabs, Kokosöl und Waschlappen zum Abschminken. Zugegeben, manche Dinge sind leichter auszutauschen als andere. Ich persönlich hab ewig gebraucht um das richtige feste Shampoo zu finden… Aber es lohnt sich! All diese Sachen sind so viel nachhaltiger als das, was ich vorher benutzt habe… Außerdem will ich hier nochmal jeder Leserin eine Menstruationstasse empfehlen! Ich habe seit meinem Kauf vor über einem Jahr keinen einzigen Tampon mehr benutzt! Hier gehts zum ausführlichen Blogpost.

6 Selbermachen. Egal ob Granola, Kuchen, Deo oder Hafermilch, selbermachen ist oft eine prima nachhaltige Alternative. Man spart nicht nur an Verpackungen, sondern auch an seltsamen Inhaltsstoffen und aufweniger Verarbeitung um Produkte haltbar zu machen. Bei mir hat sich das mit dem selbermachen vor allem bei Süßem und Knabbersachen geäußert. Da Kekse meist nicht lose im Stoffbeutel gekauft werden können und auch jeeeder andere Süßkram verpackt ist, backe ich seit einiger Zeit sehr viel. Und ich liebe es!

7 Second hand. Schon lange bevor ich über second hand nachgedacht hatte, habe ich mir oft alte Kleidung meiner Mom ausgesucht, die ich dann weiter getragen hab. (Meine Mom hat echt coole Sachen…) Eine echt sehr praktische Art von second hand und komplett gratis. Juhuu. Seit etwa einem Jahr bin ich jetzt ganz aktiv auf Flohmärkten und Plattformen für Gebrauchtes im Internet unterwegs und hab bisher keine einzige schlecht Erfahrung gemacht. Nicht nur bei Kleidung wird man oft fündig, auch meine Lieblings-Boots und meine Inline Skates sind gebraucht und mein Handy hab ich bei einem kleinen Laden in Australien für einen echten Sparpreis bekommen. Etwas zu konsumieren, das schon da ist, ist einfach die aller aller nachhaltigste Art überhaupt zu konsumieren. Es werden keine neuen Ressourcen verbraucht.

8 Reparieren. Wir sind zu einer wahren Wegwerfgesellschaft mutiert und alles was ein bisschen kaputt ist, wird einfach ersetzt. Womöglich allein deshalb, weil es eben gar nicht mehr teuer ist etwas neues zu kaufen. Mein Rad habe ich zum Beispiel vor dem Sperrmüll gerettet und mein Dad hat dann neue Reifen aufgezogen. (Dafür nochmal danke Dad.)  Das war super billig, das Rad läuft prima und ich musste in kein neues investieren. Auch meine Kopfhörer zum Beispiel sind irgendwann wegen meiner Tollpatschigkeit in der Mitte gebrochen. Was zuerst recht hoffnungslos aussah, ist dann zwei mal geklebt und stabilisiert worden und jetzt sehen meine Kopfhörer zwar nicht mehr allzu stylisch aus, aber sie funktionieren. (Und wer sieht mit Kopfhörern denn überhaupt irgendwie stylisch aus?)

9 Reduzieren, reduzieren, reduzieren. Chips in der Plastiktüte, die neuste Edition der Lieblingsbodylotion in Reisegröße, die dritte Sonnenbrille und dieser Flyer des neuen Restaurants um die Ecke. Brauchen wir das alles wirklich? Sich diese Frage öfter mal zu stellen ist wahrscheinlich der wichtigste Prozess, wenn man anfängt Müll zu sparen. Und gerade deshalb ist das mit der Umwelt und dem Müll für mich so stark mit dem Minimalismus verknüpft. Ich stelle mir diese Frage bei JEDEM Teil, das ich kaufe. Und siehe da: Eben war ich noch fest davon überzeugt Sojajoghurt süchtig zu sein, jetzt hab ich seit zwei Monaten keinen mehr gegessen und vermisse ihn null. Es ist oft so viel einfacher zu verzichten, als man vielleicht vorerst denkt.

10 ein starker Wille, Motivation, Geduld. Ja, auch das sind Faktoren die beim Müllsparen anfallen. Denn manchmal ist es schwer, deprimierend und einfach nicht toll. Sei nicht u hart zu dir, mach kleine Schritte und lob dich hin und wieder, wie weit du es schon geschafft hast.

 

4 Gedanken zu “Meine top 10 „lesswate“ Tipps

  1. Hallo Liebes,
    Ein ganz toller Blogpost! Auch wenn ich mich mit diesem Thema noch nicht all zu sehr beschäftigt habe und darauf nicht allzu sehr achte, finde ich deine Tipps bzw. Anleitung sehr gut geschrieben und werde mir den Beitrag mal abspeichern. Einpaar deiner Tipps befolge ich auch schon, aber z.B. das mit dem Schampoo kann ich mir zum Beispiel gar nicht vorstellen, haha. Hast du darüber auch einen Beitrag geschrieben? An der Menstruationstasse bin ich schon lange interessiert, traue mich aber nicht ganz mich darauf einzulassen. Werde mir deinen Beitrag darüber durchlesen. Wenn ich das nicht schon habe. 😀
    Liebe Grüsse,
    Sarah Marie von http://www.xoxsarahmariex.com

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo meine Liebe,
      danke für dein ausführliches Feedback und die Lieben Worte. Zum Shampoo direkt hab ich noch keinen Beitrag geschrieben, allerdings kann ich dir schon mal einen Tipp geben: meine Haare haben Haar-Seife gar nicht vertragen und sahen immer fettig aus. Aber seit ich festes Shampoo benutze sehen sie aus, als hätte ich sie mit „normalem“ Shampoo gewaschen. Ich bin super zufrieden. Diesen Unterschied sollte man beim Kaufen unbedingt beachten… Schau mal bei the ognc vorbei, da gibts einen Beitrag dazu. 🙂
      Liebe Grüße,
      Celine

      Gefällt 1 Person

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