Selbstliebe und warum reden hilft

mindfulness, pure Happiness

Selbstliebe. Was für ein großes Wort. Was für ein bedeutendes Thema. Vielleicht das bedeutendste über das ich je bisher geschrieben habe. Ein Thema über das man nicht oft spricht. Aus Angst? Ich weiß nicht genau, ob meine Worte hier dem gerecht werden können, was ich dir heute sagen will. Schon lange will ich diesen Beitrag schreiben, traue mich aber einfach nicht, weil das alles so schwer zu greifen ist. Machs dir gemütlich und nimm dir ein bisschen Zeit, den Beitrag zu lesen.

Ich fange jetzt einfach mal mit einer Frage an. Hast du das Gefühl, du bist genug?

Denk ein bisschen darüber nach.

Ich glaube diese Frage ist eine der Allerschwierigsten, die wir uns im Leben stellen können. Ob wir genug sind. Natürlich wollen wir genug sein. Wir wollen mit Ja antworten. Aber können wir das, wenn wir ganz ehrlich mit uns sind?

Ich bin davon überzeugt, dass wirklich jeder Mensch manchmal  Zweifel hat, wenn es darum geht, ob man genug ist. Wenn alles gerade nicht so läuft, wie geplant, wenn man sich im Job, der Uni oder der Schule überfordert fühlt, wenn man seinen Körper gerade nicht so akzeptieren kann, wie er ist. Dann ist da diese leise, aber permanente Stimme in der hintersten Ecke unseres Unterbewusstseins, die flüstert: Du bist nicht genug. Du musst abnehmen, besser werden, mehr Sport machen, gesünder essen, mehr für die Umwelt tun und, achja du musst wirklich mal an deinem selbstbewussten Auftreten arbeiten.

Aber weißt du was? Du musst gar nichts. Du kannst nein sagen. Du musst nirgends hinlaufen, um der Mensch zu sein, von dem dein Unterbewusstsein redet. Wo du jetzt stehst, das ist schon so unglaublich wertvoll.

Das Problem ist nämlich, dass diese Stimme, die dir die Zweifel zuflüstert, nicht dein gesunder Menschenverstand ist oder dein eigenes Bauchgefühl. Nein, sie ist die Stimme unserer verklärten Gesellschaft, die ein Bild von Idealen schafft, ein Bild, das einschüchternd, unrealistisch und erzwungen ist. Und du bist Teil davon, von diesem Bild. Du machst mit und bist darin gefangen, genau wie ich.

Aber das Leben ist eben nicht nur Sonnenschein, nicht nur Modelmaße, Bali-Reisen, couple goals und Erfolgsgeschichten. Das Leben ist auch langweilig, uns geht es eben auch mal schlecht, wir fühlen uns eben auch mal ganz schön allein.

Und daran bist nicht du schuld. Daran ist gar niemand schuld. Es IST eben einfach so.

Trotzdem neigen wir dazu, uns zu fragen warum und die Fehler bei uns zu suchen. Wir neigen dazu, uns wieder einmal nicht genug zu fühlen, nur weil wir nicht diesen absurden Idealen entsprechen.

Du hast es in der Hand. Wehr dich, sag nein und liebe dich selbst, so wie du bist. Denn das ist deine geheime Waffe. Je mehr du dich so akzeptierst wie du bist, je mehr du dich über dich selbst freuen kannst, desto eher wird dir diese Stimme nichts mehr ausmachen und desto eher kannst du selbstbewusst sein, laut, glücklich und stark.

Denn (und das kann ich nicht oft genug wiederholen) glaub mir:

DU BIST GENUG.

Außerdem ist mir in letzter Zeit noch etwas aufgefallen. Oft haben wir das Gefühl, wir sind mit unseren Zweifeln, Problemen und Ängsten ganz allein auf dieser Welt. Das kommt wohl daher, dass wir alle hauptsächlich die schönen Momente unserer Leben mit anderen teilen wollen, dass wir automatisch „gut“ antworten, wenn jemand fragt wie es uns geht. Und so stehen sich dann also zwei Menschen gegenüber, die vom jeweils anderen denken, er würde das perfekte Leben führen, obwohl es ihnen beiden nicht gut geht.

Deswegen will ich öfter ehrlich sein. Ehrlich ansprechen, was ich fühle. Wenn man das nämlich tut, dann kann sich auch der andere öffnen und man stellt oft fest, dass man eben doch ganz ähnliche Probleme hat.

Genauso ist das mit Komplimenten. Warum verteilen wir so wenige? Wie oft ich mir denke, dass mein Gegenüber ein tolles Outfit trägt, dass sein Lächeln wunderschön ist oder dass ich seine Arbeit wertschätze. Aber wie oft spreche ich das dann aus? Fast nie.

Dabei wäre das doch wunderbar. Wir sollten anfangen uns gegenseitig zu unterstützen in unserer Selbstliebe, wir sollten ehrlich sagen, was wir denken, denn so ein ernstgemeintes, liebevolles Kompliment kann uns so sehr bestärken, in der Person, die wir sind.

Also rede mit den Menschen. Sei ehrlich, sprich über Zweifel und verteile Liebe, wenn du sie spürst. Du wirst sehen, es muss nur einer den ersten Schritt machen, dann traut sich der andere auch.

Du kannst dir vielleicht als kleine Aufgabe für die kommenden Tage vornehmen einfach mal ein Kompliment zu verteilen. Es gibt bestimmt etwas, das du einer Person schon lange sagen wolltest.

Jetzt kommt noch ein kleiner Geheimtipp von mir, wie du dich selbst ziemlich gut wahrnehmen kannst: Tanze. Höre laut Oldies und tanze in deinem Höschen durchs Zimmer. Beweg dich einfach, wie es gerade kommt. Dein Körper weiß, wie er sich gerne bewegen möchte. Mach dich frei, lächle und tanze all diese Zweifel einfach weg. Ich mache das mittlerweile fast jeden Tag und es ist wundervoll. Währenddessen muss man einfach grinsen vor lauter kleinem Glück.

Denn du bist ein wertvoller Mensch. Du bist schön und sexy und sympathisch. Du hast etwas erreicht und wo du stehst ist perfekt. Du musst nirgends hinlaufen, um glücklich zu sein. Sei es einfach jetzt. Dieser Moment ist genau der richtige dafür. Liebe dich selbst, bedingungslos. Du bist genug.

MYFO9789

Das war jetzt ganz schön emotional und wirkt vielleicht ein bisschen melodramatisch. Wenn du damit nichts anfangen kannst, ist das nicht schlimm. Du kannst ja trotzdem mal darüber nachdenken und versuchen, dich darauf einzulassen. Außerdem freue ich mich sehr, wenn du deine Gedanken zum Thema mit mir teilen möchtest.

 

4 Gedanken zu “Selbstliebe und warum reden hilft

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