going vegan. (Part one)

Minimalism, minimalistic kitchen

Juhuu!

Es ist endlich so weit! Heute erzähle ich dir von einem neuen Schritt zum nachhaltigeren Leben, den ich vor etwa zwei Monaten gegangen bin. Hier im Part one geht es erstmal um meine Entwicklung zur Veganerin, nähstes Mal spreche ich darüber, wie es mir damit jetzt geht.  (Ursprünglich sollten keine zwei Beiträge daraus werden, aber ich hab wohl einfach zu viel zu sagen…)

Zuerst noch ein paar Worte zu meiner Ernährung vor meiner Umstellung. Etwa zwei einhalb Jahre hab ich jetzt als Teilzeit-Vegetarierin gelebt, wie ich es nenne. Ich habe zwar Fisch gegessen, aber nur einmal im Monat Fleisch. Dieser Deal mit mir selbst lief wirklich gut und war relativ einfach für mich. Genaueres dazu hab ich schonmal hier geschrieben. Außerdem esse ich schon seit längerer Zeit ziemlich simpel und das bedeutet: vieeeel Gemüse, Nudeln, Reis, Mehl, Nüsse… Nachdem ich angefangen hatte Müll zu vermeiden kam mir sowas wie Gummibärchen, Tiefkühlpizza und andere verarbeitete Lebensmittel nämlich eh nicht mehr in die Tüte. Wenn du darüber mehr lesen willst, dann schau bei diesem Beitrag vorbei.

Soo, es kann losgehen. Ich möchte hier wirklich ehrlich sein und nichts verschweigen, deswegen versuche ich (vor allem nächstes Mal) nicht nur die Standard-Fragen abzuarbeiten. (Ich habe übrigens mit dem Post extra ein bisschen gewartet, damit ich schon ein wenig länger „into the thing“ bin).

Wie es dazu kam. Ich hatte eine vegane Ernährung jetzt schon lange im Hinterkopf, hab hin und wieder Rezepte ausprobiert und fand den Gedanken eigentlich ganz cool. Wären da nicht so viele Leute, die einem ständig predigen, dass das doch unglaublich schwierig ist (obwohl sie es selbst nie probiert haben…), dann hätte ich womöglich viel früher angefangen. Als ich nach einem riesigen Osterbrunch dann total vollgestopft am Esstisch saß (das war Ostermontag), dachte ich mir: Jetzt reichts. Ich probiers jetzt einfach mal. Am nächsten Tag hab ich nur Pflanzliches gegessen.

Wie streng ich mit mir bin. Ich bin ja grundsätzlich der Meinung „lieber halb, als gar nicht“. Also lieber halber Vegetarier, als gar keiner, lieber halber Umweltschützer, als gar keiner und so weiter. Denn wenn alle Menschen eben nur so eine Hälfte machen würden, wären wir schon sooo einen großen Schritt weiter vorn. Aber naja, anderes Thema. Jedenfalls bin ich eben eher eine Teilzeit-Veganerin.

Im ersten Monat habe ich vier Milchprodukte gegessen, im zweiten Monat war ich eine Woche im Urlaub und habe dort im Restaurant mein Veganerinnen-Dasein gekonnt ignoriert. Und das ist okay. Es gibt kein Gesetzbuch für Veganer und nur weil man sich mal was Tierisches gönnt, sollte einen wirklich keiner wegen Inkonsequenz verurteilen finde ich.

Trotzdem sehe ich es zum Beispiel nicht ein in einem Freizeit-Park irgendeinen Fast Food Quatsch zu essen, der auch noch tierisch ist. So kam es, dass ich vor ein paar Wochen ein meal prep für drei ganze Tage gekocht habe und dann auch noch total wichtig dort anrufen musste, um zu klären, in welchem Kühlschrank ich mein Essen unterbringen kann. Ja, wenn ich will, dann bin ich auch konsequent.

Meine Motivation. Wenn mich jemand gefragt hat, wieso ich kein Fleisch esse, habe ich immer geantwortet: „Wegen den Tieren.“ Das ist der Satz, in dem ich also standardmäßig all meinen Hass gegenüber Massentierhaltung, Überzüchtung und Tierquälerei zusammenfasse. Und es ist auch der Hauptgrund, warum ich jetzt (fast) vegan lebe.

Es gibt dann aber diese Leute, die meinen, das mit dem Fleisch verstehen sie ja, aber Hühner würden doch eh Eier legen und Kühe müssten doch eh gemolken werden. Ganz ehrlich? Schau dir mal ein Video an, in dem eine schmutzige, dunkle Legebatterie gezeigt wird, oder das eitrige Euter einer viel zu abgemagerten Kuh, die kaum noch stehen kann. Es glaubt doch bitte wirklich niemand, dass das normal ist und dass für Milch und Eier keine Tiere leiden müssen?! (Davon ganz abgesehen, hab ich meinem neunjährigen Bruder neulich tatsächlich erklären müssen, dass die Kühe Milch geben, um ihre Kuh-Babys zu ernähren, nicht uns… )

Ein zweiter Grund ist mir erst nach und nach bewusst geworden. Es ist eben auch einfach umweltfreundlicher vegan zu leben. Für die Nahrung der Tiere, die wir essen, wird sehr viel Ackerland verwendet, das wir angesichts des Welthungers wirklich gut für uns Menschen gebrauchen könnten. Außerdem verbraucht die Produktion für ein Kilo Rind unglaublich viel Wasser und der Fleischproduktion kann man den mit Abstand größten CO2 Ausstoß nachweisen, was jetzt auch gar nicht mal so toll ist. (Das waren übrigens längst nicht alle umweltschädlichen Aspekte der Nutztiere.) Mein Opa versucht mich zwar immer noch davon zu überzeugen, dass wegen mir die Seepferdchen an der spanischen Küste wegsterben, weil ich ja nur Gemüse esse, ignoriert dabei aber eben, dass diese Anbauflächen eigentlich für die billige Nahrung, für sein noch viel billigeres Tierprodukt genutzt werden.

Alles in allem geht es mir also um ethische und ökologische Gründe, nichts besonders Außergewöhnliches.

Vielleicht hast du schon gemerkt, dass ich bei diesem Thema schnell in den Rechtfertigungs-Modus verfalle, dazu aber nächstes Mal mehr…

Noch ein kleiner Disclaimer am Ende: Ich verurteile niemanden wegen seiner Ernährung, allerdings erwarte ich auch, dass ich selbst nicht als lächerlich abgestempelt werde, das passiert leider viel zu oft.

Stay tuned!

 

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