Gemüse retten und Leitungswasser

Minimalism, minimalistic kitchen

Huhu meine liebe Leserin, mein lieber Leser.

Hast du dich schon mal gewundert, warum alle Salatgurken im Gemüseregal des Supermarkts so unglaublich gerade sind? Oder alle Kartoffeln etwa gleich groß? Das ist kein Zufall und leider auch alles andere als natürlich… Vielleicht kennst du die Wahrheit schon, vielleicht nicht: unser Gemüse und Obst wird sorgfältig sortiert, bevor es bei uns im Laden landet. Und mit sortiert meine ich nicht, dass Karotten und Gurken in unterschiedliche Kisten kommen…

Es ist schon ein bisschen traurig, aber weil wir als Verbraucher eben lieber die Idealbilder von Obst und Gemüse im Regal liegen sehen wollen und nicht gerne eine Karotte mit zwei Armen einpacken, wird ein großer Teil der Gemüseernte einfach schon aussortiert, bevor die zweiarmigen Karotten überhaupt die Chance hatten, gekauft zu werden. Zu groß, zu klein, zu krumm, zu verästelt, zu dick, zu dünn, zu irgendwas-was-jemanden-stören-könnte: weg damit.

Unsere Gesellschaft ist einfach zu sehr auf Perfektion aus. Kommt es nur mir so vor, oder kennen wir das bereits aus anderen Lebensbereichen…? (hier und dort  geht es um das wohl am meisten vom Perfektionismus belastete Thema in unserer Gesellschaft… um unsere Körper.)

Um wenigstens ein bisschen was gegen dieses Problem zu tun und ein bisschen krummes Gemüse und Obst zu retten, hab ich mir jetzt eine Retterbox abonniert. Etepetete hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, all das arme zu krumme und nicht perfekte Gemüse und Obst von Biobauern zu sammeln und in Kartons zu packen, die mir und vielen anderen Rettern dann an die Haustüre geliefert werden. Ich finde ja, man sollte solche kreativen Menschen mit nachhaltigen Ideen und Konzepten auf jeden Fall unterstützen!

Meine erste Box ist heute angekommen und den Inhalt will ich dir natürlich nicht vorenthalten: In der Retterbox heute sind…

zwei Avocados, viele kleine Kartoffeln, drei kleine Zitronen, eine rote Beete, zwei kleine Paprika, eine Knolle Knoblauch, zwei riesige Karotten, eine kleine und eine riesige Zucchini, Grünkohl und Rotkohl.

Noch ein Vorteil an so einer Retterbox ist übrigens, dass mal wieder was anderes in die Küche kommt. Irgendwie kauft man im Laden dann doch immer das Gleiche, dabeigibt es so viel Gutes da draußen, was noch darauf wartet entdeckt zu werden. Etepetete schickt sogar immer noch ein passendes Rezept mit, also einfach prima das Ganze.

(Und das war jetzt alles eine persönliche Meinung von mir und nicht irgendeine Werbung…)

Jetzt noch kurz zum Leitungswasser. Der Tag des Wassers hat mich da mal wieder darauf aufmerksam gemacht, auf instagram wurde ich mit tausenden Bilder zum Thema zugeschüttet. Und zwar sollten wir uns alle ab und zu ins Gedächtnis rufen, dass viele Menschen auf unserer Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Da können wir uns in Deutschland wirklich glücklich schätzen, unser Leitungswasser ist das am strengsten kontrollierteste Lebensmittel. Und trotzdem sehe ich Leute im Supermarkt, die stilles Wasser in Plastikflaschen kaufen… Really?

Zum einen ist das schlecht für die eigene Gesundheit, weil Plastikflaschen nachweislich Stoffe ins Wasser abgeben, die im Leitungswasser eben nicht drin sind. Zum anderen frag ich mich, ob ich eigentlich die einzige bin, die hin und wieder mal über den weiten Weg verschiedener Lebensmittel nachdenkt und den damit verbundenen CO2 Ausstoß… Wer Wasser aus einer französichen Quelle trinkt, der unterstützt die Tatsache, dass Wasser von Frankreich nach Deutschland gefahren wird, obwohl wir hier in Deutschland doch eigentlich auch ganz wunderbares Wasser haben. Irgendwie ganz schön sinnlos finde ich.

Das ist dann natürlich nicht nur beim Wasser so, sondern natürlich auch, wenn du zum Beispiel Eistee trinkst. Entschließt du dich, einfach auf Leitungswasser umzusteigen, dann kannst du jede Menge Umweltkosten einsparen und noch dazu ist es einfach viel billiger! Und weil reines Leitungswasser geschmacklich eher nicht so viel her gibt, trinke ich es gerne mit selbstgemachtem Sirup (momentan Kirsche-Kardamom) oder heiß mit Ingwer und Zitrone (dazu gibt es auch einen Post).

Ja, und jetzt sitze ich hier und habe also schon wieder über ein ganz Müll belastetes Thema geschrieben, so langsam hab ich das Gefühl mein Minimalismus dreht sich um fast nichts anderes mehr als meinen ökologischen Fußabdruck… Aber wenn ich nochmal drüber nachdenke, stimmt das auch nicht ganz, denn bald gibts neues aus meinem Zimmer und es geht mal ganz oberflächlich um den Minimalismus als Einrichtungsstil… Stay tuned!

2 Gedanken zu “Gemüse retten und Leitungswasser

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