Währenddessen in Australien: Marmeladenglasmomente.

mindfulness, pure Happiness

Hey du!

Es geht weiter mit meiner Australien-Serie, auch wenn ich ja eigentlich schon daheim bin. Heute möchte ich dir von ganz bestimmten Momenten erzählen. Nämlich von Marmeladenglasmomenten.

Marmeladenglasmomente. Ich mag dieses Wort, allein schon den Klang finde ich irgendwie toll. Oft werde ich gefragt was es bedeutet und dann sage ich: Momente, die so schön sind, dass man sie am liebsten in einem Marmeladenglas einfangen würde.

Diese Momente sind die aller wertvollsten im Leben. Es sind die Momente, in denen man plötzlich realisiert: Wow, das ist also Glück. Das Tolle ist, es gibt unendlich viele von diesen Momenten, man muss sie nur als solche erleben. Vielleicht kannst dus dir schon denken… das Ganze hat ziemlich viel mit Achtsamkeit zu tun.

In Australien hab ich in meinem travel diary für jeden Ort eine kleine Marmeladenglasmomente-Galerie designed (Achtung spoiler: Mein diary zeig ich dir natürlich auch noch, wenn es fertig ist.) und wieder bemerkt wie wichtig es ist, solche Momente bewusst zu genießen.

Zwei Arten von Marmeladenglasmomenten konnte ich in Australien besonders gut sammeln: Naturmomente und Großstadtmomente.

Die Natur konnte ich vor allem im Regenwald und beim Schnorcheln spüren. Ich hab mich immer wieder gefragt, was Menschen meinen, wenn sie sagen, etwas würde sie „erden“. Jetzt weiß ich das. Es ist, wenn man plötzlich eins ist mit der Natur, wenn man die Natur nicht mehr als die Umgebung wahrnimmt, sondern viel mehr als Teil von einem selbst. Denn so ist es ja auch. Wir vergessen oft, dass wir Menschen aus der Natur heraus entstanden sind und unsere Erde nicht etwas ist, was wir besitzen können und mit der wir machen können, was wir wollen.

Solche Momente sind wunderschön, aber sie machen mich auch unglaublich traurig. Wie wir mit unserer Erde umgehen, das ist nicht okay und vor allem hat die Natur das einfach nicht verdient. Mir scheint es, als ob unsere Erde und das viele Grün auf unserem Planeten so ein friedlicher Ort ist, ein Ort an dem alles mit Harmonie ablaüft. Ja, und dann kommen wir Menschen und holzen Wälder ab, werfen tonnenweise Müll in die Weltmeere, nehmen Tieren ihren Lebensraum, verändern alles auf so eine ganz unnatürliche Weise.

Das muss aufhören. Oder zumindest weniger werden. Es muss einfach irgendetwas passieren. Vielleicht empfindest du dieses ganze Umweltverschmutzungsgerede mittlerweile als ein leidiges Thema, aber es beschäftigt mich momentan sehr.

Ich kann dir nur ans Herz legen, selbst zu versuchen, einen Natur- Marmeladenglasmoment einzufangen. Das geht jetzt, wenn der Frühling langsam kommt, besonders gut. Höre dem Vögelzwitschern zu, sieh dir einen Sonnenaufgang an, beobachte die ersten Blümchen. Und, was ganz besonders simpel ist: Atme. Die Luft ist momentan so schön frisch und trotzdem liegt an sonnigen Tagen schon ein Hauch Wärme darin. Es ist dieser ganz bestimmte Duft, den man eben nur im Frühling riechen kann. Über so eine Atemübung hab ich schonmal geschrieben, hier geht´s lang.

Du siehst, aus einem so einfachen Gedanken, wie einem schönen Moment in der Natur kann so viel mehr werden. Das ist finde ich das besondere an bewusst erlebten Marmeladenglasmomenten. Man fängt sie ein und bewahrt sie auf. Aus ihnen kann dann mehr entstehen, etwas wachsen. Sie sind Glück, aber auch Inspiration und Energie für später. So entsteht eben gerade aus meinen Naturmomenten ein Bedürfnis nach mehr Achtsamkeit mit der Umwelt.

Kommen wir noch kurz zu der zweiten Art von Marmeladenglasmomenten in Australien, den Großstadtmomenten. Ich hab mich in Sydney verliebt. So sehr. Dieser Trubel, diese Eile, diese vielen, ganz unterschiedlichen Menschen, die Lichter und Gebäudeschluchten, die Gerüche und der Lärm. Für Manche mögen das alles negative Eigenschaften einer Großstadt sein, aber ich konnte nicht genug bekommen von diesem ganz bestimmten vibe, den man nur in einer richtigen Großstadt spüren kann.

Außerdem haben mich die Menschen fasziniert. Einen Abend bin ich allein in Sydney herumgeirrt, ohne Handy, weil meins leider den Geist aufgegeben hatte, und ich hab mit so vielen fremden Menschen gerdet, wie noch nie zuvor an einem einzigen Abend. Es gibt so viele freundliche und hilfbereite Leute da draußen, man muss sich nur trauen, seine eigene schützende Fassade ablegen, lächeln, offen sein. Mir fällt das normalerweise nicht so leicht, aber an diesem Abend in Sydney war sowieso alles anders.

Diese Großstadtmomente haben mir wieder gezeigt, dass zwischenmenschlich so viel schönes und gutes entstehen kann, wenn man sich nur traut den ersten Schritt zu gehen.

Jetzt nach dem Urlaub möchte ich weiterhin versuchen mehr Marmeladenglasmomente einzufangen, einfach weil einem diese Momente so viel geben können. In meinem bullet journal hab ich jetzt ein extra Feld pro Woche, für einen ganz besonderen Marmeladenglasmoment und wie auch schon vor Australien meine gratitude list in die ich jeden Tag eine Sache eintrage, für die ich dankbar bin.

Ich weiß, das war gerade ganz schön viel Philosophie in einem Beitrag und vielleicht findest du das Ganze total lächerlich und kannst nichts davon nachvollziehen. Vielleicht aber auch schon oder vielleicht denkst du jetzt zumindest ein bisschen darüber nach. Ich teile hier, was mein Leben bereichert und das ist natürlich keine Garantie dafür, dass es für dich genauso funktioniert. Wenn ich dich aber nur ein kleines bisschen inspirieren konnte, zu etwas, was dich bereichert, dann bin ich schon überglücklich!

DSC_3396

Weil das Titelbild schon einen Naturmoment zeigt, hier also noch ein Stadt-Bild.

4 Gedanken zu “Währenddessen in Australien: Marmeladenglasmomente.

  1. Super schöner Beitrag!
    Diese Marmeladenglasmomente sind wirklich die schönsten und ich hoffe du wirst noch zahlreiche solche Momente erleben 🙏🏻❤
    Wünsche dir einen tollen Sonntag❤
    Liebe Grüße
    Laura

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Fashion essentials

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