Juthe

happiness habits, mindfulness, pure Happiness

Es scheint mir eine Ewigkeit her, seit ich das letzte mal etwas geschrieben habe, deswegen geht´s heute endlich weiter mit einem Blogpost, der mir unglaublich am Herzen liegt. Vielleicht hast du es schon in meiner insta story gesehen (Ich heiße dort auch greyisthenewcolorful, falls du das nicht wusstest.), vor kurzem habe ich eine Patenschaft für ein Kind in Bangladesch übernommen: Juthe.

Heute will ich meine Gedanken zu so einer Patenschaft mit dir teilen.

Ich bin begeisterte Leserin der Zeitschrift Flow und seit Langem liegen dort immer wieder mal Broschüren von Plan dabei. In diesen kleinen Flyern wird Werbung gemacht. Werbung für Patenschaften mit Mädchen, die eine Chance im Leben verdient haben. Ich hab schon viele Monate überlegt, war mir aber immer irgendwie unsicher. So viel Geld, eine monatliche „Verpflichtung“, ich arbeite ja nur nebenbei…

Vor etwa drei Wochen dachte ich mir dann: Egal, mach jetzt einfach, los geht´s.

Man muss nur ein paar Felder auf der Broschüre ausfüllen und sie abschicken, eine Woche später bekommt man alle Infos zur Patenschaft. Ich habe mir bewusst ein Mädchen aus Bangladesch ausgesucht, weil ich mich während meiner Seminararbeit sehr viel mit diesem Land beschäftigt habe. (Über das Thema meiner Arbeit kannst du hier etwas lesen)

Plan bietet vor allem Patenschaften für Mädchen an und wirbt mit Fakten, die mich über die Maßen schokiert haben. Zum Beispiel wie viele Mädchen zwangsverheiratet werden (14 Millionen unter 18 Jahren), wie viele Mädchen durch eine Schwangerschaft oder Entbindung sterben, wie viele Mädchen unter einer Genitalverstümmelung leiden (130 Millionen), wie vielen Mädchen ihre Bildung verweigert wird (62 Millionen).

Viele, sehr viele Mädchen dieser Welt wachsen unter Bedingungen auf, die wir uns gar nicht vorstellen können und das müssen wir uns hin und wieder mal vor Augen führen. Ich habe oft den Eindruck wir ziehen uns gern in unsere Seifenblase zurück, wollen gar nicht sehen, wie schlecht es anderen Menschen geht. Natürlich wollen wir es nicht sehen. Es belastet uns, wir haben Schuldgefühle. Aber was, wenn wir mal unsere Seifenblase aufstechen, uns umschauen und wirklich helfen. Das ist ein unglaublich wunderbares Gefühl. Viel besser, als sich weiter in der Blase zu verstecken.

Bei Plan hilft man mit mindestens 28 Euro monatlich. Das hört sich jetzt vielleicht erst einmal viel an, aber wenn man genauer überlegt… das sind 92 cent am Tag. Und rechnet man das in Arbeitszeit um, dann muss ich persönlich nur knappe drei Stunden dafür arbeiten. Bei einem Minijob im Einzelhandel. So wenig Aufwand für so viel Wirkung.

Das Geld, das ich jetzt monatlich an Plan überweise, kommt nicht allein meinem Patenkind zu Gute, sondern viel mehr ihrem näheren Umfeld, ihrem Dorf, ihrer Region. Es können dort Projekte finanziert werden, die Bildung, Kinderrechte, Gesundheit, Aufklärung und vieles mehr zum Ziel haben, damit Mädchen in einem geschützten Umfeld ohne Gewalt und mit einer starken Stimme aufwachsen können. Mein Patenkind ist dabei eine kleine Botschafterin für ihren Umkreis.

Und jetzt das Beste an einer Patenschaft und warum ich nicht einfach jährlich eine größere Summe Geld als Spende an die Organisation gebe: Ich kann eine Beziehung zu meinem Patenmädchen aufbauen. Ich kann mit ihr Briefe schreiben, sie kennenlernen, sie begleiten und hier am anderen Ende der Welt eine Unterstützung für sie sein. Ich werde sie aufwachsen sehen und vielleicht irgendwann zu ihr nach Bangladesch fliegen, um sie zu besuchen. Diese Möglichkeiten zu haben, finde ich unglaublich toll. Ich sehe nicht nur ganz genau, wo mein Geld hingeht, sondern habe auch eine Bindung zu den Menschen denen es hilft, komme mit deren Leben in Kontakt.

Gerade bin ich dabei meinen ersten Brief an Juthe zu schrieben. Sie ist erst vier und ich weiß nicht genau, ob ich überhaupt einen Antwortbrief von ihr erwarten kann, aber ich freue mich schon mehr als genug, diesen Schritt gemacht zu haben. Hier auf meinem Blog will ich den Verlauf meiner Patenschaft gerne mit dir teilen, weil es etwas ist was so sehr mit Achtsamkeit und purer Lebensfreude verknüpft ist, dass ich es dir nicht vorenthalten möchte.

Außerdem will ich noch kurz sagen: Ich schließe hier niemanden aus, für den die 28 Euro im Monat tatsächlich einfach zu viel sind. Ich muss noch nicht meinen kompletten Lebensunterhalt zahlen und kann deswegen gut und gerne etwas weggeben, um damit anderen zu helfen. Trotzdem bin ich mir durchaus bewusst, wie viel man von 28 Euro kaufen kann. In meinen Posts Helfen und Schenken und spread love gibt es noch einige andere Anregungen wie auch DU helfen kannst und bald werde ich noch über eine zweite Organisation schreiben, die wesentlich flexibler ist.

Stay tuned! Hier geht´s zur Plan Website. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne eine E-mail oder einen Kommentar unter den Beitrag.

(Für diese „Werbung“ werde ich weder bezahlt, noch möchte ich mich hier als besonders sozial darstellen. Ich will einfach nur eine Inspiration geben, dein Blickfeld vielleicht erweitern, von meinem echten Leben erzählen.)

 

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