Yoga

happiness habits, mindfulness, pure Happiness

Jaja… bei so viel Achtsamkeit und Philosophie und Minimalismus hast du dir wahrscheinlich schon gedacht, dass ich nicht in einem Verein Volleyball spiele. Und jetzt erwartest du einen Beitrag darüber, wie man am besten meditativ auf einer Yogamatte sitzt und dabei eine kleine Kerzenflamme beobachtet. (Achtung Klischee!) Ich kam aus einer ganz anderen Ecke zum Yoga und deswegen will ich dir heute ein bisschen was von meiner Sicht auf diese Sportart erzählen. 

Yoga habe ich angefangen, da war ich 14. Das ist nicht unbedingt ein typisches Alter fürs Yoga machen, aber ich hab damals ein Foto auf Instagram gesehen, das meinen Ehrgeiz geweckt hat. Drauf war ein Mädchen in rot karierter Pyjamahose und weißem Top, die vor einem Berg Weihnachtsgeschenke einen Unterarmstand (quasi wie ein Handstand nur eben auf den Unterarmen) macht und dabei ihren Rücken wunderschön durchbiegt, die Beine abgeknickt. Ich weiß gar nicht mehr, ob sie tatsächlich auch Yoga gemacht hat, aber das war ja eigentlich eh irrelevant.

Ich besorgte mir eine Matte und eine kleine Starthilfe in Form von Übungskarten, auf denen viele verschiedene Posen erklärt wurden. Außerdem war ich oft auf YouTube und habe mir hunderte Videos angeschaut, um ein Gefühl für den Flow und die Posen zu bekommen.

Ich habe anfangs sehr viel geübt. Hab festgestellt, dass das alles gar nicht so leicht ist, aber hab nie aufgegeben. Es gab Zeiten, da verlor ich das Yoga fast vollkommen aus den Augen, dann wieder Wochen in denen ich jeden Tag übte. Nachdem ich meinen Unterarmstand konnte, hab ich mich an den Handstand gewagt und so weiter.

Momentan schreibe ich mir wöchentlich einen #yogaeverydamnday – Tracker in mein Bullet journal, versuche so gut es geht, jedes das Kästchen auszumalen. Und weil man im Alltag eben nicht jeden Tag eine ganze Stunde Zeit hat, Yoga zu machen, habe mir vorgenommen immer zumindest ein Lied Yoga zu machen. Ein Lied ist überhaupt nicht lang und ich habe einen Flow entwickelt, in dem irgendwie alles drin ist, der aber trotzdem in ein Lied passt.

Mein gedanklicher Umschwung ist noch gar nicht lange her. Ich habe anfangs geübt, um dehnbarer zu werden, mich verbiegen zu können. Mein Yoga war richtig exzessiv und hatte teilweise auch nicht mehr so viel mit richtigem Yoga zu tun. Erst letztes Jahr, nach einer relativ langen Pause, hab ich gemerkt, dass das Yoga eigentlich auch mental einen sehr großen Wert für mich hat. Jetzt glaube ich, Yoga ist pure Achtsamkeit. Beim Yoga denke ich an nichts anderes. Ich folge den Bewegungen meines Körpers, alles läuft intuitiv und geschmeidig ab.

Ich mag am Yoga, dass es so unglaublich rein und natürlich ist. Man braucht keinen Ball, keine Sportkleidung, keine Geräte. Ich benutze nicht mal mehr eine Matte. Du kannst überall Yoga machen. Zuhause auf deinem Parkettboden, am Strand, auf der Wiese. Alles was du brachst hast du immer bei dir. Deinen Körper, deinen Atem, deine nackten Füße auf dem Boden.

Außerdem ist Yoga sehr individuell, du kannst alles so gestalten, wie es dir am besten gefällt. Mit Musik oder ohne, mit Anstrengung oder ohne, mit Schwierigkeiten oder ohne, alles ist allein dir überlassen. (Seit ich mit meiner Mom das Ballett Schwanensee besucht habe, baue ich zum Beispiel ballettöse Elemente ein. Yoga und Ballett lassen sich nämlich ganz toll vereinen!) Und auch wenn du am Anfang nicht das Gefühl hast, du machst schwierige Übungen oder große Fortschritte – die Erfolge werden nicht ausbleiben. Mit jedem Yoga Flow fühle ich mich tiefer mit den Bewegungen meines Körpers verwurzelt, bin mehr in Balance mit mir selbst.

Ich hoffe ich konnte dir einen guten Überblick geben, es ist sehr schwer den Yoga-Vibe in Worte zu fassen. Vielleicht bist du ja an mehr interessiert? Ich spiele schon mit dem Gedanken mal ein paar Flows hier auf meinem Blog zu zeigen… Stay tuned!

2 Gedanken zu “Yoga

  1. Vor zwei Tagen habe ich auch Schwanensee gesehen – aufgeführt vom russischen Staatsballett! Es war wunderschön. Ich liebe Tanzen sowieso, wo bei ich meine Ballettstunden an einer Hand abzählen kann. Dennoch würde es mich sehr interessieren, wie du Ballett mit Yoga kombinierst, das würde ich nämlich auch gerne machen 🙂
    Alles Liebe

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    1. Ohjee liebe Zoey dein Kommentar ist mir wohl im Prüfungsstress abhanden gekommen. ..
      dafür jetzt etwas verspätet noch eine Antwort:
      Ballett hab ich auch nur als Kind mal sporadisch angefangen, aber ich liebe es den anmutigen Bewegungen von Balletttänzern zuzusehen und fühl mich dann immer total inspiriert.
      Beim Yoga mache ich oft klassische Musik an, dann ist man direkt in der richtigen Stimmung. Die einzelnen Bewegungen versuche ich immer ganz fließend auszuführen und in jede Position Kraft und Grazie zu stecken. Ich finde das Tolle am Ballett nämlich, wie perfekt ausgeführt und bis in die Fingerspitzen durchdacht die Bewegungen sind. Außerdem verbringe ich den Anfang meines Yoga flows immer eine zeit lang in der ersten Position und mache ähnliche Übungen, wie Balletttänzer an der Stange. (Wenn du jetzt nicht weißt, was das für Bewegungsabläufe sind, schau doch mal auf YouTube! ) und dann nicht zu vergessen: während dem Yoga übe ich viel an meinen Spagaten und meiner Beweglichkeit im Rücken.
      Am allerwichtigsten ist für mich einfach dieses Gefühl von Anmut und Leichtigkeit, das beim Ballett entsteht und das man prima aufs Yoga übertragen kann.
      Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Einblick geben, wenn auch etwas verspätet. ..
      Liebe Grüße, celine ♡

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