simple kitchen

Minimalism, minimalistic kitchen

Hallo du!

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen, ich habe ein bisschen umsortiert auf meinem Blog. Ich habe bemerkt, dass eigentlich alles in meinem Leben mit pure Happiness zusammenhängt und deswegen diese Kategorie bald überlaufen wird. Also ist das Essen zum Minimalismus umgezogen, das passt sowieso besser. Soweit so gut. Heute geht es also um eine minimalistische Ernährung oder, weil das irgendwie weniger unsexy klingt: um eine simple kitchen. 

Seit etwa drei Monaten hab ich meine eigene Küche (obwohl ich bei meinen Eltern wohne… mehr dazu aber in einem späteren Post) und mache mir mit leidenschaftlich gern mein eigenes Essen. Im being veggie Blogpost konntest du schon mal erfahren, wie ich zum Fleisch und der Massentierhaltung stehe und damit umgehe, heute geht’s ganz allgemein um meine Ernährung.

Zuallererst: Ich liebe Essen. Meiner Überzeugung nach hängt viel von unserem Lebensglück von unserer Ernährung ab. Und nein, hier folgt jetzt keine Predigt von wegen: Iss nie wieder junk food und du schwebst durch den Alltag. Auch ich esse Pommes und Schoko-Sahne-Brownies und geschmolzenen Käse mit geschmolzenem Käse. Denn sind wir mal ehrlich: Manchmal braucht man das einfach. Und das ist auch okay. Wenn ich Lust auf eine richtige Kalorienbombe ohne wertvolle Inhaltsstoffe habe, dann gönn ich mir die.

Aber zurück zur simple kitchen. Meine Küche ist nämlich eigentlich sehr gesund und hat nicht viel mit junk food zu tun. Vor etwa zwei Jahren ist mir der Begriff „clean eating“ (was so viel heißt wie: Verzicht auf alle ungesunden und verarbeiteten Lebensmittel) über den Weg gelaufen, ich hab einen radikalen Umstieg auf eine super gesunde Ernährung versucht, bin gescheitert und jetzt nach einer Art schleichendem Prozess genau dort angekommen, ohne viel Zwang oder Regeln.

Ein wichtiger Grund, warum das alles so unbemerkt passieren konnte, hat bei genauerem Überlegen nichts mit meinen Ernährungszielen zu tun, sondern eher damit, dass ich unglaublich sensibel geworden bin, was Plastikmüll betrifft. Und jetzt überlegen wir mal gemeinsam: Welche Süßigkeit gibt’s im Supermarkt in der Papiertüte? Welches Fertiggericht findet man unverpackt im Kühlregal? Welche Chips kann man im Glas kaufen? Schränkt man sich in Sachen Müll ein wenig ein, wird man ganz schön überrascht sein, wie viel im Supermarkt nur in diesen blöden Verpackungen zu finden ist…

Also hab ich angefangen, das alles nicht mehr zu kaufen. Ich hab mich nach Alternativen umgesehen, meine Grundnahrungsmittel geändert und die Initiative zum Selbermachen ergriffen. Ganz so einfach ist das natürlich nicht, aber es macht mir unglaublich viel Spaß! Ich hab mich verliebt in diese neue Welt der simple kitchen, in der fast ausschließlich Essen Platz findet, das quasi als Rohstoff daher kommt. Verarbeitete Lebensmittel gibt’s in meiner Küche fast gar keine mehr. Damit du eine bessere Vorstellung von der simple kitchen bekommst, hab ich hier mal aufgelistet, was standardmäßig in meiner Küche zu finden ist:

Obst, Gemüse, Eingelegtes (wie Kichererbsen, Mais, stückige Tomaten und co) im Glas, Nudeln, Reis, Gries, Mehl, Rohrohrzucker, Gewürze, Quinoa, Milch, Eier, Marmelade, Erdnussbutter, Schokolade, Nüsse, Haferflocken, Honig, Cornflakes, Olivenöl, Essig, Brot, Frischkäse aus der Käsetheke (ins eigene Glas gefüllt), Käse. (Wo ich die ganzen Lebensmittel ohne Plastik herbekomme, das verrat ich dir ein anderes mal…)

Und jetzt gilt es kreativ zu werden. Denn wenn du fertige Gerichte und verarbeitete Lebensmittel kaufst, wird dir dieser Schritt oft weitestgehend abgenommen. Dabei ist Kochen etwas so wunderbares und Essen machen kann unglaublich entspannend und schön sein. Ich sehe Kochen und Backen nicht mal mehr als Aufgabe oder als Notwendigkeit an. Es ist etwas, worauf ich mich freuen kann.

Je tiefer man in die Materie des clean eatings kommt, desto experimentierfreudiger wird man. Seit ich nichts Süßes mehr kaufen kann, hab ich immer selbstgemachtes Süßes daheim, in einem großen Glas mit Bügelverschluss. Außerdem hab ich es neulich zum ersten Mal gewagt Sirup selbst zu machen und eigentlich ist es ein Kinderspiel. Seit ich nur mit „Rohstoffen“ koche, hab ich auch mehr Mut Sachen einfach auszuprobieren, nicht mehr genau auf die Mengenangaben des Rezepts zu schauen, sondern auf meine Intention zu vertrauen.

Außerdem hab ich mittlerweile gar keine Lust mehr auf einen zuckersüßen Müsliriegel aus dem Supermarkt und auch andere Sachen, die ich früher gerne gegessen habe, würde ich jetzt nicht mehr anrühren. Das sage ich jetzt nicht nur, weil das ein schöner abrundender Schluss ist, sondern weil ich es wirklich so beobachten kann. Ich glaube einfach, wenn man viel selbst macht und mit gesunden Lebensmitteln aus der Natur arbeitet, dann wird man auch sensibler, was den Geschmack angeht.

Nach diesen großen Veränderungen bin ich voll und ganz überzeugt vom „Müll-sparen-Ansatz“. Die Sensibilität hat für mich so vieles bewegt, nicht nur in der Küche. Bezüglich meiner Essgewohnheiten ist der Ansatz deshalb so  perfekt, weil sich die Ernährung dann automatisch umstellt. Man betrachtet das Ganze plötzlich von einer ganz anderen Seite und tut etwas für die Natur, nicht für sich selbst. Mir persönlich fiel es viel leichter, wegen der Plastikverpackung auf die Lieblingskekse zu verzichten, statt wegen meinem Ernährungsplan. Und voilà, eh man sichs versieht, hat man für sich selbst und die Natur etwas Gutes getan.

Wenn du ein bisschen Motivation brauchst lies dir unbedingt meinen Blogpost zum Müll durch. Ich überlege sogar einen zweiten speziell zu Plastik zu schreiben, lass es mich gerne wissen, wenn dich das Thema genauso beschäftigt wie mich momentan.

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Einblick in meine simple kitchen geben, Rezepte gibt’s auch bald wieder. (Die zwei letzten gibt’s hier und dort  zu lesen.) Stay tuned!

 

2 Gedanken zu “simple kitchen

  1. Pingback: OHNE Verpackung

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