ein Plan

Minimalism, minimalistic habits

Hallo du und erstmal ein frohes Neues.

Ich hoffe du bist schon gut in 2018 angekommen und hattest ein paar stressfreie Neujahrstage. Ich war heute mal wieder spontan, hab meine Pläne über Board geworfen und will statt dem eigentlichen Plan über das Planen selbst schreiben. Ja ich weiß, sehr paradox das Ganze. Aber wie auch immer, ich erzähle dir heute von meinem Bullet Journal, wie es dazu kam, was das eigentlich ist und wieso du dir auch eins zulegen solltest. 

Vom Bullet Journaln hast du vielleicht mittlerweile auch schon was gehört. Wenn man Bilder auf Instagram und Blogs sieht, kann man schnell in Versuchung kommen zu denken, das wäre nur was für Kreative mit ganz viel Zeit. Aber wie sich für mich herausgestellt hat, ist es das gar nicht.

Ursprünglich drauf gebracht hat mich Antonia von antonialena als sie ihr eigenes Bullet Journal anfing und es hat nicht lange gedauert, bis ich auch so ein Büchlein wollte. Zuerst hab ich das dann nebenbei geführt, als Tagebuch und Gedankensammlung, aber ich kam schnell auf den Geschmack, es stand sowieso ein neuer Terminplaner an und zack war ich auch schon im Schreibwarenladen und hab mir ein schönes, kariertes DinA5 Notizbuch gekauft. (Ja ich weiß, der Ausdruck Bullet Journal deutet eigentlich schon auf eine gepunktete Lineatur hin, aber damit konnte ich mich leider bisher noch nicht anfreunden…)

Mein Bullet Journal ist ein Büchlein für alles. Ich benutze es hauptsächlich für meine Terminplanung, aber auch Notizen, Packlisten und Brainstormings kritzel ich gerne auf die leeren Seiten. Praktisch ist das auf jeden Fall. Ich kann meine Woche planen wie ich will. Vielleicht brauche ich mal mehr Platz für anstehende Projekte, mal hab ich viele feste Termine. Ein Bullet Journal ist einfach so viel individueller als jeder Terminplaner und du kannst es perfekt auf dein eigenes Leben ausrichten.

Im Laufe der Zeit hab ich dann noch zwei andere schöne Nebeneffekte bemerkt, aufgrund deren ich absolut jedem ein leeres Büchlein empfehlen würde. Erstens die Tatsache, dass das Bullet Journal für mich wie kreatives austoben ist. Ich liebe es die einzelnen Seiten zu gestalten, auf Pinterest nach Inspiration zu suchen, drauf los zu schreiben. Dein Buch muss kein Kunstwerk sein. Es ist einfach nur dein Termin Planer und gleichzeitig hast du dich in Kreativität geübt und etwas selbst kreiert. (In meinem Blogpost Handarbeit erfährst du, wieso es mir so wichtig ist, Dinge selbst zu machen.)

Zweitens gibt das Journal mir das Gefühl, dass mein Leben geordnet und strukturiert ist. Nicht nur weil ich dort einfach alles reinschreiben kann, was mir durch den Kopf geht, sondern auch weil ich mich vor der Woche oder dem Monat selbst schon während dem Erstellen der Seiten mit dieser Zeitspanne auseinander setzten muss.  Auch wenn ich ein paar Tage nicht ins Buch schaue weiß ich, alles ist geplant und ordentlich aufgeschrieben, ich hab alles im Griff.

Was mich vielleicht auch zum Bullet Journal Kandidaten macht, ist meine Liebe zum Papier… Nicht alles stoisch ins Handy zu tippen und abhängig zu sein von einem rechteckigen Kästchen, das ist mir unglaublich wichtig und etwas, an dem ich auf jeden Fall weiterhin festhalten werde.

Und jetzt möchte ich dir noch einen kleinen Einblick in mein Bullet Journal geben. Wie das Ganze aussehen kann, einfach ein Beispiel. Zum Anfang des Jahres hab ich ein paar Seiten zu ganz 2018 gestaltet, danach kommt ein Einblick in meine Monatsplanung diesen Januar.

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Die ersten beiden Seiten meines Bullet Journals 2018 heißen „keep in mind“ und „the mantra“. Auf der linken notiere ich alle wunderschönen Lebensweisheiten und Zitate, die mir über den Weg laufen und die ich als besonders wertvoll empfinde. Auf der rechten habe ich mein momentanes Lebensmotto aufgeschrieben, das ich mir in jeder schwierigen Situation nochmal durchlesen kann, um mich daran zu erinnern, das alles gut so ist. Mehr zu diesem Zitat gabs im letzten Post.

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„This year I will“ und „aims, projects, wishes“. Zwei Seiten, die sich wohl erst nach und nach füllen werden, aber einfach wunderschön sind, um seine Lebenseinstellungen im Auge zu behalten.

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Dann kommt ein kompletter Jahresüberblick. Miss am besten zuerst genau aus wie viele centimeter du pro Monat brauchst und welche Abstände du haben möchtest, um am Ende ein schönes, strukturiertes Ergebnis zu haben. Mein erster Versuch ist diesbezüglich nämlich nicht so gelungen… Auf der rechten Seite ist dann noch Platz für  Geburtstage und Urlaube. Einfach Dinge, die man eben schon Anfang des Jahres weiß.

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Da mein Semester- Stundenplan auch über mehrere Monate geht, kommt er noch vor der coverpage des Januars. Ich bewundere alle Bullet Journal Menschen, die aus ihren coverpages richtige kleine Kunstwerke machen, so weit bin ich irgendwie noch nicht…

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Nun zur Monatsübersicht. Letztes Jahr habe ich hier mehr mit Kacheln gearbeitet, aber so eine Linie am Rand ist einfacher und braucht nur eine Seite. Auf der dazugehörigen rechten Seite haben jetzt die monatlichen Projekte und to dos Platz.

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Ein neues Element meines Bullet Journals: eine monatliche gratitude list. Der Aufbau ähnelt der Übersicht, bei der gratitude List war mir aber der Wochentag egal und ich wollte immer ein Kästchen Abstand, damit sie nicht zu gequetscht aussieht. Wenn du dir nicht sicher bist was man in so eine Liste eigentlich einträgt schau mal bei meinem vorletzten Post vorbei.

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Auch neu ist im Januar dieser Finanzenplan. Ich will meine Ausgaben diesen Monat unbedingt besser im Blick haben, weil ich eigentlich schon für meine nächsten Urlaub sparen muss… Ich habe dazu 6 Kategorien erstellt, mir Limits gesetzt und ein Sparziel vorgenommen. Die Einteilung ist: Food / meals (ich wohne zwar noch daheim, kaufe aber alle meine Lebensmittel und co selbst), body / health, sewing / clothes, household / interior, entertainment / meet ups (Kino, Club, Handy, Ausstellungen…), gifts / givings (damit meine ich Spenden oder Essen für bettelnde Menschen)

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Mein Wochenplan variiert ständig, aber momentan gefällt mir dieses feed am besten. Es ist schön übersichtlich und vor allem für solche Wochen geeignet, in denen ich noch keine allzu lange to do Liste hab und eher in den Tag lebe. Außerdem tracke ich jede Woche ein paar Sachen. Meistens sind es diese fünf: Yoga, Ausfüllen meines Glasmomente Tagebuchs, nicht Auto fahren, Zeit für mich selbst und natürlich mein Blog. Viele Bullet Journal Menschen tracken monatlich und auch noch echt viele Sachen, aber das hat mich irgendwie überfordert… So ist es viel leichter und weniger und dann auch schneller ein Erfolg.

Soo dieser Post war lang, aber ich hoffe er hat dir trotzdem gefallen! Wenn du gerne jeden Monat eine Feed Übersicht sehen würdest, freue ich mich über deinen Kommentar, vielleicht mach ich auch eine Abstimmung auf Instagram… In vier Tagen kommt endlich wieder ein Fashion Post, stay tuned!

6 Gedanken zu “ein Plan

  1. Ich finde die Idee dahinter ja auch echt super. Aber bei mir funktioniert das in der Durchführung einfach nie. Ich bin irgendwann immer unzufrieden mit dem Layout und einfach so ändern geht dann ja auch nicht, dann ist es ja nicht mehr einheitlich und dann fängt das große Seitenausreißen an. Und das macht nun wirklich nichts schöner. 😀 aber deins sieht super aus…

    Liebe Grüße aus Berlin
    Nora

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Nora,
      ich weiß genau was du meinst! Auch ich habe schon einige Seiten rausgerissen und neu angefangen…. Aber eigentlich ist es überhaupt nicht schlimm, wenn einem am Anfang nicht alles so perfekt vorkommt. Und wenn dir das Layout nicht mehr gefällt, dann gestalte einfach die nächste Woche in einem anderen feed. Ich benutze meistens zwei bis drei verschiedene Wochenlayouts pro Monat, weil sich ja auch mein Alltag oft irgendwie ändert. Also das macht alles gar nichts! Versuche nicht zu streng mit dir zu sein. Und wenn dir mein feed gefällt, kannst du es ja gerne einfach übernehmen und dir erst später was eigenes ausdenken. Ich kopiere auch oft andere Bullet Journal Menschen, das inspiriert und man kann sich sicher sein, dass es einem gefällt.
      Danke für deinen lieben Kommentar, lass dich nicht von der ach so perfekten online Welt entmutigen!
      Viele Liebe Grüße, Celine 🙂

      Gefällt mir

  2. Pingback: Yoga

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